Friedrichsfeld

Friedrichsfeld Aschermittwoch bei den Schlabbdewel / Glückwünsche für Geburtstagskind

Viele Tränen fließen

Archivartikel

Die Fastnachtskampagne war recht lang, die neue fängt bereits in 250 Tagen wieder an. Ob dieser Tatsache hielt sich die Trauer beim Heringsessen der Schlabbdewel am Aschermittwoch in Grenzen. Im Vereinsheim der Handharmonikafreunde konnte Sitzungspräsident Mathias Baier dazu viele Gäste begrüßen. Außerdem gab es noch ein Geburtstagskind. Gardemädchen Zoe hatte tags zuvor Geburtstag und bekam dafür einen kleinen Teufel geschenkt.

Nachdem sich alle an leckeren Heringen oder wahlweise auch Quark und dampfenden Kartoffeln gestärkt hatten hielt Mathias Baier einen kurzen Rückblick auf die sehr erfolgreiche Kampagne, die mit dem Eröffnungsabend mit Ehrungen begann. Das habe sich gut bewährt, so gibt es an den Sitzungen auch keine Verzögerungen durch Ehrungen mehr. Gleich drei neue Elferräte hat es gegeben, der Neujahresempfang wurde zum letzten Mal mit Stephan Frauenkron durchgeführt, der ja bekanntlich nach Plankstadt wechselte. Sehr erfolgreich war auch der erstmals durchgeführte Gardeball in der Lilli-Gräber-Halle.

Narren behalten Schlüssel

Zu den zwei eigenen Sitzungen und dem Kindermaskenball kam in diesem Jahr noch die große Gemeinschaftssitzung in der restlos ausverkauften Lilli-Gräber-Halle hinzu. Hier haben sich die Schlabbdewel in bester Form gezeigt. „Das war eine gute Werbung für uns“ so Mathias Baier. Sein Dank galt allen vor, auf und hinter der Bühne, die zu diesem großen Erfolg beigetragen haben. Gut besucht war zudem der Maskenball.

Etwas ganz Besonderes war wieder der närrische Gottesdienst, der in diesem Jahr ganz im Zeichen von Ernst Neger und seinem „Heile, heile Gänsje“ stand. Den Schlüssel könne man nicht zurück geben, da es ja im Moment keinen Bürgerdienstleiter gibt. „Dann behalten wir ihn einfach“, so Präsident Elmar Petzinger.

Zu „Wenn der Herrgott ruft“ kamen dann „Fastnachtspfarrer“ Albert Lachnit und seine beiden, zutiefst traurigen, „Ministrantinnen“ (Denis Baier und Laura Siroky), um die Fasnacht nun endgültig zu beerdigen. Nach langer Kampagne sei sie vergangene Nacht bei einem Glas Champagner verstorben. Um Punkt zwölf Uhr sei sie still und stumm und ohne Lachen gegangen. Auf Dauer sei sie aber auch eine schwere Last gewesen, so der Pfarrer weiter. Ihre Zeit der Läuterung im Fegefeuer solle aber nicht zu lange sein, so dass sie nicht zu spät komme zu ihrer Auferstehung am Fest des Heiligen St. Martin. Er bettete einen kleinen roten Teufel in einen Schuhkarton, um so die Verstorbene der Mutter Erde zu übergeben. Zum Trost sangen dann alle noch „Heile, heile Gänsje“.

Nachdem er noch einen Auszug einer Narrenpredigt verlesen hatte zog er, begleitet von seinen schluchzenden „Ministrantinnen“, wieder von dannen. Zum Abschluss gab es noch Dankesworte von Präsident Elmar Petzinger an Sitzungspräsident Mathias Baier. „Wir sind froh, dass wir ihn haben, er ist einfach ein Unikat in der Fasnacht“. Dem war dann nichts mehr hinzuzufügen.