Friesenheimer Eulen

Handball Mit einem 24:23-Sieg gegen Göppingen verkürzt Ludwigshafen den Rückstand zum rettenden Ufer auf zwei Punkte

Ausnahmezustand bei den Eulen

Archivartikel

Ludwigshafen.Die Eulen Ludwigshafen hatten am Sonntag prominenten Besuch: Maurizio Gaudino, der ehemalige Fußballnationalspieler, saß auf der Tribüne der mit 2350 Zuschauern ausverkauften Friedrich-Ebert-Halle. Und die Waldhof-Legende kam auf ihre Kosten: Die Eulen feierten mit einem 24:23 (13:10) über Frisch Auf Göppingen ihren nächsten Heimerfolg, danach herrschte Ausnahmezustand. Die Eulen gehen damit zwar als Vorletzter und auf einem Abstiegsplatz in die EM-Pause, doch der Rückstand auf den Tabellen-16. TVB Stuttgart beträgt nur noch zwei Punkte.

Es war wieder so wie damals im Sommer, als die Ludwigshafener den Klassenerhalt im letzten Moment klarmachten. Kai Dippe führte nach Spielschluss die Humba-Party an. Die Stimmung war unglaublich und es war genau der Jahresabschluss, den sich Trainer Benjamin Matschke gewünscht hatte: „Die Mannschaft hat sich für eine leidenschaftliche Leistung belohnt.“ Der Göppinger Coach Hartmut Mayerhoffer gratulierte: „Auch in der zweiten Halbzeit haben wir gegen das Spiel der Eulen nicht entscheidend dagegenhalten können.“

Die Eulen hatten diesmal vier Akteure, die es aus einer starken Teamleistung herauszuheben galt: Torhüter Gorazd Skof hielt vor allem in der ersten Hälfte wieder unglaublich stark. Der Routinier parierte ein Drittel der Bälle, die auf seinen Kasten kamen, verzeichnete letztlich zehn Paraden und hielt zwei Göppinger Siebenmeter. Dass er die letzten beiden Würfe in den Schlusssekunden auf seinen Kasten von Tim Kneule und Kresimir Kozina meisterte, war das I-Tüpfelchen.

Und da war noch Jerome Müller. Der Rückraumspieler erzielte acht Treffer, war offensiv eine Bank und sagte nach dem Sieg: „Wir wollten diesen Jahresabschluss. Mit dem Sieg können wir motiviert in die Rückrundenvorbereitung gehen.“ Sein Fazit: „Wir haben wieder eine super Abwehr gespielt, mit einem bärenstarken Gorazd Skof hinten drin.“ Müllers Vertrag läuft zu Saisonende aus. In dieser Form dürfte es für die Eulen schwer werden, ihn zu halten. Matchwinner Nummer drei war Pascal Durak, der den entscheidenden Treffer per Siebenmeter zehn Sekunden vor Schluss verwertete und von außen ebenfalls wichtige Tore erzielte. Held Nummer vier: Pascal Bührer, der nicht nur den entscheidenden Strafwurf zog, sondern nach der schwierigen Anfangsphase, als Göppingen auf 5:2 davonzog, als Spielmacher Übersicht bewies. Der dafür vorgesehene Dominik Mappes spielte nach seinem Muskelfaseriss nur dosiert.

Kopf-an-Kopf-Rennen

Die Eulen drehten den frühen Rückstand bis zur Pause in eine Drei-Tore-Führung. Im zweiten Durchgang legten die Pfälzer stets vor, Göppingen glich aus. Zuletzt zum 23:23 durch Kozina 69 Sekunden vor Schluss. Dann setzte sich Bührer durch und konnte nur mit einem Foul gestoppt werden. Durak traf vom Punkt und nach Kozinas direktem Freiwurf konnte die Eulen-Jahresabschlussparty beginnen.

Eulen: Skof, Tomovski (bei einem Siebenmeter) – Müller (8), Durak (7/4), Bührer (2), Hofmann (2), Valiullin 2), , Dietrich (1), Dippe (1), Mappes (1), Haider, Scholz, Neuhaus, Falk, Remmlinger. bol