Friesenheimer Eulen

Handball Ludwigshafen feiert mit dem 27:24 gegen Leipzig den ersten Saisonsieg

Bei den Eulen platzt der Knoten

Archivartikel

LUDWIGSHAFEN.Handball-Bundesligist Eulen Ludwigshafen hat ein Lebenszeichen gesendet. Die Pfälzer feierten gestern vor 2026 Zuschauern in der Friedrich-Ebert-Halle einen 27:24 (10:14)-Heimsieg gegen den SC DHfK Leipzig. Es war der erste Saisonerfolg der Mannschaft von Trainer Benjamin Matschke. Jonathan Scholz ballte nach dem wichtigen Erfolg die Faust. „Wir haben gewusst, dass wir eine Chance hatten. Dieser Sieg ist enorm wichtig“, sagte der Außen, der fünfmal auf das Leipziger Tor warf und fünfmal traf.

Wieder im Eulen-Aufgebot stand Rückraumspieler Stefan Salger, der zwei wichtige Tore erzielte und sagte: „Ich wollte der Mannschaft unbedingt helfen. Schön, dass es endlich mit dem ersten Sieg geklappt hat.“ Kreisläufer Frederic Stüber verriet: „Wir haben immer daran geglaubt, sonst wären wir nicht so aus der Halbzeit gekommen. Ich weiß nicht, was wir da im ersten Durchgang gespielt haben. Der Trainer war laut in der Halbzeit. Das ist das Ausrufezeichen, das wir gebraucht haben.“

Verschlafener Start

Das Spiel begann schon beinahe katastrophal für die Eulen. Die Friesenheimer starteten ganz schwach und lagen nach zehn Minuten mit 1:7 zurück. Doch bis zur Pause kämpften sie sich auf vier Tore heran (10:14). Dennoch war Matschke mit der ersten halben Stunde überhaupt nicht zufrieden: „Ich bin in der Kabine richtig laut geworden, wir haben in der Defensive nicht so gespielt, wie ich mir das vorgestellt habe.“

Der Trainer schien in der Pause tatsächlich die richtigen Worte gefunden zu haben. Der Coach sagte: „In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, was die Mannschaft braucht: Emotion. Das ist die jüngste Mannschaft der Liga, aber da muss sie sich auch selbst hinziehen.“

Matschke ließ nun mit dem zusätzlichen Feldspieler agieren. Leipzig kam damit nicht zurecht. In der 54. Minute konnten die Eulen erstmals mit 23:22 in Führung gehen, als nach einer missglückten Leipziger Angriffsaktion Alexander Falk ins leere Tor traf. Die Ludwigshafener erhöhten durch Maximilian Haider auf 24:22 und bauten in der Schlussphase die Führung durch Salger und Falk auf 26:22 (57.) aus. Letztlich durften die Eulen feiern. Einziger Wermutstropfen: Pascal Bührer zog sich eine Daumenverletzung zu. Trotz des Sieges bleiben die Eulen Tabellenletzter (4:22), aber sie verkürzten immerhin den Rückstand auf den VfL Gummersbach und die SG BBM Bietigheim (je 6:20).

Eulen: Hanemann, Lentz – Falk (6), Scholz (5), Müller (4), Stüber (4), Haider (2), Salger (2), Dietrich (1), Hideg (1), Hofmann (1/1), Dippe (1). bol