Friesenheimer Eulen

Handball-Bundesliga Ludwigshafen verliert mit 21:25 gegen Kiel

Eulen chancenlos trotz Tausendsassa Hanemann

LUDWIGSHAFEN.Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz bleibt bei drei Punkten: Die Eulen Ludwigshafen haben gestern Mittag erwartungsgemäß ihr Heimspiel gegen den THW Kiel mit 21:25 (7:15) verloren. An Torhüter Stefan Hanemann lag es allerdings nicht. Der Keeper, der bei den Eulen die etatmäßigen, derzeit verletzten Roko Peribonio und Kevin Klier ersetzte, zeigte in der mit 2350 Zuschauern ausverkauften Friedrich-Ebert-Halle eine starke Partie.

„Gegen den THW Kiel vor dieser Kulisse zu spielen, war schon ein tolles Ereignis. Klar war, dass wir Kiel ärgern wollten. Doch der THW ist eben eine ganz starke Mannschaft“, sagte Hanemann, der mit 14 teils spektakulären Paraden ein starker Rückhalt war.

Landin der Spielverderber

Kiel bestimmte von Beginn an die Partie. Vor allem mit der offensiven 3-2-1-Deckung der Zebras hatten die Eulen ihre Probleme. Und dann stand da mit Niklas Landin auch noch ein Keeper im Gehäuse der Norddeutschen, der viele Würfe der Pfälzer wegnahm. Nach zehn Minuten führten die Kieler mit 5:1 (10.). Die Eulen verkürzten zum 3:5 (13.), doch in der Folge zog der Favorit auf 9:3 (19.) davon.

Die Krux lag bei den Ludwigshafenern ganz klar im Angriff. Aus dem Spiel heraus gelangen den Eulen im ersten Durchgang nur vier Tore. Die restlichen drei Treffer in Halbzeit eins für das Schlusslicht erzielte Denni Djozic per Siebenmeter.

Entscheidung beim 20:10

Nach der Pause agierten die Eulen mit einer offensiven 5-1-Deckung. Doch die Kieler waren weiterhin die überlegene Mannschaft. Der THW baute seine Führung auf 18:9 (37.) und 20:10 (42.) aus. Die Begegnung war somit früh entschieden.

Nach dem verwandelten Siebenmeter von Marko Vujin zum 23:14 (52.) schalteten die Kieler einen Gang zurück. Es sprach für die Moral der Eulen, dass sie noch einmal alles versuchten. Mit einem 7:2-Lauf in den letzten acht Minuten gelang den Pfälzern noch einmal Ergebniskosmetik. Djozic, der sechs Siebenmeter verwandelte, war mit acht Treffern bester Werfer der Eulen.

Am Donnerstag wartet auf die Ludwigshafener nun das wichtige Spiel beim Drittletzten TuS N-Lübbecke. Im Gegensatz zu gestern müssen die Eulen dann gewinnen. Bei einer Niederlage wäre der Abstieg fast schon besiegelt. Aufgeben werden die Eulen aber nicht.

Eulen: Hanemann; Stüber, Hruscak, Dietrich (3), Scholz, Harder (1), Feld (1), Falk (1), Durak, Bührer (1), Djozic (8/6), Dippe, Valiullin (3), Schmidt (2). bol