Friesenheimer Eulen

Handball Deutliche 11:29-Niederlage

Eulen gehen in Wetzlar unter

Wetzlar.Nach zehn Minuten war der Stecker gezogen: An seiner zukünftigen Arbeitsstätte gab es für Benjamin Matschke am Donnerstagabend überhaupt nichts zu holen. Die Eulen Ludwigshafen bleiben nach der sehr deutlichen 11:29 (6:13)-Auswärtsniederlage gegen die HSG Wetzlar auf einem Abstiegsplatz in der Handball-Bundesliga. Es war ein ganz bitterer Abend für die Pfälzer in der zuschauerlosen Rittal-Arena. Nach dem Debakel befand Eulen-Coach Matschke, der in der nächsten Saison in Wetzlar Trainer wird: „Wir haben leider ganz viel Lehrgeld bezahlt. Die Kommunikation in der Mannschaft hat mir schon ein Stück weit gefehlt.“

Vor der Partie gab es die schlechte Nachricht: Linksaußen Johnny Scholz Scholz fiel wegen einer Verletzung an der Wade aus. Für ihn rückte der 35-jährige Teammanager Philipp Grimm wieder in den Kader.

Die Eulen legten zunächst einen Blitzstart hin. Nach fünf Minuten führten die Ludwigshafener mit 3:0. Doch Wetzlar kam danach besser in die Partie. Die Eulen bissen sich in der Folge ein um das andere Mal die Zähne an der Defensive der Nordhessen aus. Torwartroutinier Gorazd Skof parierte einen Siebenmeter und hatte in der Anfangsphase gute Szenen. Nach dem Treffer von Christian Klimek zum 4:2 (11.) gelang den Friesenheimern allerdings neun Minuten lang kein Tor mehr. Die Eulen agierten ideenlos im Angriff. Hinzu kam eine hohe Fehlerquote. Die HSG Wetzlar übernahm nach einer Viertelstunde erstmals die Führung (5:4) und zog in der Folge auf 9:5 (23.) weg. Bis zur Pause baute der Favorit seinen Vorsprung sogar auf sieben Tore aus.

Wetzlar kontrollierte im zweiten Durchgang das Spiel. Anton Lindskog erhöhte für die HSG auf 15:7 (32.) In doppelter Überzahl verkürzten die Eulen noch einmal auf 10:16 (38.). Danach erzielten die Ludwigshafener allerdings 21 Minuten lang keinen Treffer mehr. Elf Tore in 60 Minuten waren Minusrekord für die Friesenheimer.

„Wir haben zu viele Frustwürfe gehabt“, sagte Benjamin Matschke nach dem 11:29 und befand: „Das tut sehr weh, ich hoffe aber, dass die jungen Spieler, die in Zukunft bei den Eulen sind, daraus lernen. Gut, dass wir nun einige Tage Pause haben. Jetzt steht erst einmal Aufbauarbeit an.“ bol