Friesenheimer Eulen

Handball Verletzungsgeplagte Ludwigshafener verlieren Heimspiel gegen Bietigheim

Eulen nach 23:24 neues Schlusslicht

Archivartikel

LUDWIGSHAFEN.Kein Rückraum, keine Punkte. Die Eulen Ludwigshafen haben gestern Abend das Kellerduell in der Handball-Bundesliga in der heimischen und mit 2350 Zuschauern ausverkauften Friedrich-Ebert-Halle gegen die SG BBM Bietigheim mit 23:24 (13:13) verloren. Vor allem in der zweiten Hälfte machte sich das Fehlen der verletzten Rückraumasse Alexander Feld, Stefan Salger, Azat Vaiullin und Jan Remmlinger bei den Ludwigshafenern bemerkbar. Dem Team von Coach Benjamin Matschke fehlte es einfach an Alternativen. Die Eulen sind nun neues Ligaschlusslicht. „Sicher ist der dünne Kader ein Problem, aber das darf keine Entschuldigung sein. Aber wir haben in der Summe einfach zu viel aus dem Rückraum verworfen“, sagte Eulen-Kapitän Gunnar Dietrich.

In der ersten Hälfte eines sehr fairen Spiels ging es zunächst hin und her. Dietrich traf zur 1:0-Führung für die Eulen. Doch Christian Schäfer traf per Siebenmeter zum 1:1 (7.) und Bietigheim lag nach acht Minuten mit 4:2 vorne. In der Folge konnte sich kein Team absetzen, was vor allem daran lag, dass beide Torhüter, Steffen Hanemann bei den Eulen und Domenico Ebner bei der SG BBM, sofort auf Betriebstemperatur waren. Die Eulen kämpften sich wieder heran und Pascal Bührer traf für die Ludwigshafener nach einem Tempogegenstoß zum 5:4 (11.). Bis zum 9:9 wechselte die Führung stets. Dann nutzte Bietigheim eine Schwächephase der Pfälzer und zog mit drei Treffern in Folge auf 12:9 (26.) weg. Die Eulen nutzten dann technische Fehler der SG. Alexander Falk verwertete einen Schnellangriff vier Sekunden vor der Pause zum 13:13.

Nach dem Seitenwechsel wirkte Bietigheim konzentrierter und zog auf 18:15 (42.) davon. Matschke nahm die Auszeit. Doch in ihren Offensivaktionen waren die Eulen weiterhin zu hektisch. Zudem kam noch Pech in Form von Aluminiumtreffern dazu. Die Bietigheimer bauten den Vorsprung über 20:15 (44.) auf 23:18: (52.) aus. Mit drei Treffern innerhalb von 90 Sekunden verkürzte Ludwigshafen auf 21:23 (54.). Bietigheim nahm die Auszeit, doch Jerome Müller traf zum 22:23 (56.). SG-Kapitän Patrick Rentschler stoppte die Aufholjagd der Eulen mit dem 24:22 (57.). Fredric Stüber schaffte 30 Sekunden vor Schluss noch einmal das 23:24. Doch es war zu spät.

Eulen: Hanemann – Dietrich (3), Bührer (5), Dippe (1), Stüber (3), Hideg (1), Scholz (1), Müller (4), Falk (2), Hofmann (3/2).