Friesenheimer Eulen

Handball 42-jähriger Skof hält Eulen-Sieg über Nordhorn fest

Heldentaten eines Torwart-Opas

Archivartikel

Ludwigshafen.Dieser Sieg war wichtig: Handball-Bundesligist Eulen Ludwigshafen hat am Sonntagnachmittag vor 2350 Zuschauern in der ausverkauften Friedrich-Ebert-Halle das Kellerduell gegen das Tabellenschlusslicht HSG Nordhorn-Lingen mit 19:12 (13:5) gewonnen. In der torarmen Partie war bei den Pfälzern der neue Keeper Gorazd Skof der überragende Mann. Der 42-Jährige, den die Eulen erst vor zwei Wochen verpflichtet hatten, feierte ein starkes Heimdebüt und zeigte elf Paraden. Die mageren zwölf Gegentreffer waren zudem gleichbedeutend mit einem Bundesligarekord für die Ludwigshafener.

„Unsere Abwehr muss man einfach nur loben. Es ist ein tolles Ergebnis, wenn man über 60 Minuten nur zwölf Gegentreffer kassiert. Meine Mannschaft hat außerdem auch in Schwächephasen gut dagegengehalten“, sagte Trainer Benjamin Matschke und betonte: „Wir wollten nach der klaren Niederlage und der schwachen Leistung in Lemgo ein gutes Spiel machen. Das ist uns gelungen. Wir haben toll gearbeitet. Ich bin glücklich, denn mit sieben Treffern Vorsprung haben wir ja auch noch nie in der Bundesliga gewonnen.“

Zur Pause alles klar

Die Eulen begannen sehr gut, sie nutzten konsequent ihre Chancen und hatten dazu noch Skof, der von der guten Arbeit der Abwehr profitierte. 6:0 führten die Pfälzer nach einer Viertelstunde. Als Philipp Vorlicek den ersten Treffer für Nordhorn-Lingen besorgte, waren schon fast 16 Minuten gespielt. Bis zur Pause zogen die Eulen auf 13:5 weg. „Wir haben viel zu viel verworfen“, sagte HSG-Trainer Geir Sveinsson.

Im zweiten Durchgang hatten die Ludwigshafener größere Probleme im Angriff. Vor allem, weil sich der Nordhorner Torwart Björn Buhrmester steigerte. Zwischen der 31. und der 45. Spielminute gelang nun den Eulen kein Treffer mehr. Nordhorn kam aber nur auf 14:9 (42.) heran. „Wir waren nicht schlecht, aber Buhrmester hat stark gehalten. Wir haben uns dann auf die Defensive konzentriert“, sagte Matschke. Dann brach Kreisläufer Kai Dippe mit dem 15:9 (45.) den Bann.

Rückraum-Mann Jerome Müller meinte nach dem Sieg: „Unter der Woche haben wir enorm viel gearbeitet. Unser Hauptziel war es, bei Motivation und Einstellung wieder 100 Prozent zu erreichen – und das ist uns gelungen. Wir haben unser Spiel durchgezogen, was wir uns vorgenommen haben.“

Eulen: Skof, Tomovski – Stüber, Dietrich, Scholz (2), Haider, Remmlinger, Falk (4), Hofmann (1), Durak, Mappes (4), Müller (4), Neuhaus (2), Dippe (1), Valiullin (1), Klein. bol