Friesenheimer Eulen

Handball Eulen-Trainer trifft mit Wetzlar auf künftigen Club

Matschkes Reise in die Zukunft

Ludwigshafen.Die Eulen Ludwigshafen wollen endlich wieder punkten. Der Handball-Bundesligist tritt nach zwei Niederlagen in Folge am Donnerstag, 19 Uhr, bei der HSG Wetzlar an. Für Eulen-Coach Benjamin Matschke ist es eine Reise in die Zukunft. In der kommenden Saison hat Matschke bei der HSG die Verantwortung, ab dem 1. Juli 2021 wird er Kai Wandschneider als Coach beerben. Der 61-Jährige ist seit acht Jahren Trainer in Wetzlar – eine Institution bei den Nordhessen.

Ist für Matschke deshalb die Begegnung etwas Besonderes? Die Frage hat er in den vergangenen Tagen sehr oft gestellt bekommen. „Die Zukunft ist nicht das Thema. Momentan knie ich mich voll in die Arbeit hier bei den Eulen. Ich möchte, dass am Saisonende in Ludwigshafen weiter Bundesliga-Handball gespielt wird. Nur das zählt“, macht der Eulen-Trainer klar.

Nach den Schlappen gegen Nordhorn-Lingen und Erlangen hat Matschke eine knallharte Videoanalyse betrieben. Er hat erkannt, dass „die Torhüterleistungen besser werden müssen“. Beim 26:30 zuletzt gegen Erlangen waren Gorazd Skof und Martin Tomovski kein Faktor. Und das, obwohl die Ludwigshafener diesmal im Angriff eine gute Leistung zeigten. Beide Torhüter müssen sich am Donnerstag steigern, sonst wird es wieder schwer.

Respekt vor dem Gegner

„Wetzlar hat eine große Qualität“, sagt Matschke und ergänzt: „Die erste Sechs spielt schon lange zusammen. Die Spieler sind sehr erfahren, sehr clever.“ Doch wer Matschke kennt, weiß, dass er sich schon einen Plan zurechtgelegt hat. Die Mannschaft muss die Bauanleitung in die Praxis umsetzen. Was den Coach positiv stimmt? „Wir hatten gegen Erlangen schon sehr gute Sequenzen.“ Die braucht es gegen die Nordhessen aber wohl durchgehend.

Unterdessen müssen die Eulen weiter auf Jannik Hofmann und Alexander Falk verzichten. Letzterer ist noch in der Reha, könnte aber vielleicht im Dezember wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Für den Friesenheimer Gegner läuft es bislang ordentlich. Die Nordhessen haben 8:6-Punkte und belegen in der Bundesliga-Tabelle Platz acht. Am dritten Spieltag fegte Wetzlar den deutschen Meister THW Kiel mit 31:22 vom Feld.

Mit Alexander Feld steht übrigens ein Spieler im Kader von Wetzlar, der mit den Eulen die wunderhaften Ligaverbleibe in den vergangenen Spielzeiten schaffte. Dabei war Feld ein wichtiger Baustein bei den Ludwigshafenern. Bald ist der Mittelmann nun wieder mit seinem alten Coach vereint. Am Donnerstag wird die Freundschaft aber erst einmal für 60 Minuten ruhen. Matschke will nämlich nicht als Absteiger nach Wetzlar kommen. Das machte er in den vergangenen Tagen immer wieder klar.