Fuchs Petrolub

Schmierstoffe Umsatz und Ergebnis fallen schwächer aus

Fuchs Petrolub erwartet geringeres Wachstum

Archivartikel

Mannheim.Probleme der deutschen Automobilhersteller sowie eine rückläufige Autonachfrage in China trüben die Aussichten beim Mannheimer Schmierstoffspezialisten Fuchs Petrolub. Die aktuelle Entwicklung lässt für den Rest des laufenden Geschäftsjahres geringere Wachstumsraten erwarten, teilte der MDax-Konzern gestern mit. Der Umsatz dürfte nur noch um drei bis fünf Prozent zulegen und nicht mehr um drei bis sechs Prozent.

Einmaliger Sonderertrag

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde voraussichtlich wie im Vorjahr bei rund 373 Millionen Euro liegen. Einschließlich eines Sonderertrags von zwölf Millionen Euro werde es um zwei bis vier Prozent steigen. Diese Spanne hatte das Mannheimer Unternehmen auch bislang genannt – allerdings ohne Berücksichtigung des Sonderertrags. Dieser stammt aus der Veräußerung einer Beteiligung in der Schweiz.

Welche Probleme deutscher Autohersteller konkret für den gesenkten Ausblick verantwortlich sind, sagte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage nicht. Sie verwies auf die Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal am 30. Oktober. Aktuell kämpft die Autoindustrie mit der Einführung des neuen WLTP-Standards für die Messung des Kraftstoffverbrauchs. Die Hersteller dürfen nur Fahrzeuge auf den Markt bringen, die nach dem neuen Standard zugelassen sind – das ist bei vielen Modellen bislang nicht der Fall. So war beispielsweise der Audi-Absatz im September eingebrochen, weil zwei Drittel der Motorvarianten nicht lieferbar waren.

Der Mitteilung von gestern zufolge legte der Umsatz von Fuchs Petrolub in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres um fünf Prozent auf 1,95 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 1,86 Milliarden Euro) zu. Das Ebit vor Sondereffekt stieg um ein Prozent auf 285 Millionen Euro (281 Millionen Euro). An der Börse kam die gesenkte Prognose nicht gut an: Die Fuchs-Aktie verlor mehr als sechs Prozent.