Fußball

FSV Mainz 05 Rheinhessen bauen auf 22-jährigen Niederländer

Abwehrtalent St. Juste gleich voll gefordert

Mainz.Die schmerzhafte 0:2-Pleite im DFB-Pokal am Samstag beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern hat der neue Innenverteidiger Jeremiah St. Juste des FSV Mainz 05 schnell abgehakt. „Ich bin sicher, ich habe die richtige Wahl getroffen. Mir ist Entwicklung wichtig und die bekomme ich hier“, sagte der 22-jährige Niederländer.

Acht Millionen Euro überwiesen die Mainzer an St. Justes ehemaligen Club Feyenoord Rotterdam. Das Abwehrtalent wird gleich gefordert bei seinem neuen Club. Die schwere Knöchelverletzung von Stefan Bell im Pokal mit dreimonatiger Ausfallzeit macht den Niederländer mit karibischen Wurzeln gleich zum einzigen Rechtsfuß in der Innenverteidigung. In Kaiserslautern kam er für Bell zu seinen ersten Pflichtspielminuten im 05-Dress. Zum Saisonstart am Samstag (15.30 Uhr) in der Fußball-Bundesliga in Freiburg winkt die Startelfpremiere. „Ich bin bereit“, erklärte St. Juste.

Offen und schnell integriert

Das sieht auch Trainer Sandro Schwarz so. „Er ist ein Kandidat“, betonte der 40-Jährige. St. Juste habe trotz seiner Jugend Ausstrahlung und sich schnell integriert durch seine Offenheit. „Und er steht voll im Saft, hat ja die gesamte Vorbereitung in Rotterdam mitgemacht und auch schon Spiele bestritten.“ Zur schnellen Eingewöhnung trägt auch Jean-Paul Boetius bei. In Rotterdam kickten die beiden Niederländer ein Jahr gemeinsam, sind eng befreundet.

St. Juste ist ein Familienmensch. Sein älterer Bruder Joshua berät ihn als Manager. „Wir sind ein gutes Team“, meinte der Abwehrmann. Der Kontakt zu Eltern und Großeltern sowie zur Schwester ist St. Juste wichtig. Auch deshalb entschied er sich gegen Angebote aus Italien und England. „Die Bundesliga hat einen höheren Stellenwert. Hier kann ich mich jede Woche beweisen.“

Mit Mainz wird St. Juste nun gegen den Abstieg kämpfen. Denn die Stürmer Jean Philippe Mateta und Dong-Won Ji fallen monatelang aus. Ob der ausgeliehene Taiwo Awoniyi vom FC Liverpool schnell helfen kann, ist abzuwarten. dpa

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