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Fußball Am Genfer See kürt die UEFA an diesem Donnerstag auch Europas Fußballer des Jahres / Es gibt einen klaren Favoriten

Alles spricht für Lewandowski

Archivartikel

Nyon.Diesen zusätzlichen Kurztrip an den malerischen Genfer See dürften die Stars der Triple-Bayern gerne in Kauf nehmen. Bei der Corona-Auflage der jährlichen UEFA-Auszeichnungen an diesem Donnerstag (17 Uhr) stehen inklusive Trainer Hansi Flick sieben Münchner auf mehreren Kandidatenlisten. Keine 24 Stunden nach dem deutschen Supercup gegen Borussia Dortmund hoffen Stürmerstar Robert Lewandowski und Kapitän Manuel Neuer auf die prestigeträchtige Kür zu Europas Fußballer des Jahres. Es gibt einen klaren Favoriten.

Er habe „so eine Vorahnung“, sagte Nationaltorwart Neuer, ohne ins Detail zu gehen. Auch wenn der 34-Jährige in der vergangenen Saison überragende Spiele gezeigt hat, spricht alles für Lewandowski. 15 Tore in der Champions League, 34 Treffer in der Bundesliga, dazu sechs im DFB-Pokal. „Er ist der beste zentrale Stürmer der Welt“, sagte Flick, für den aber beide die Auszeichnung absolut verdient hätten.

Auch Neuer unter den Top Drei

Neben Neuer und Lewandowski hat es Kevin De Bruyne von Manchester City in die Top Drei der Wahl durch 80 Trainer der Europapokal-Clubs sowie 55 Journalisten geschafft, allerdings als Außenseiter. „Mich würde es freuen, wenn es einen vom FC Bayern trifft“, sagte Neuer diplomatisch. Am Donnerstag bei der wegen der Pandemie schmucklosen Vergabe in einem Genfer TV-Studio ohne Zuschauer und Vereinsfunktionäre werden laut UEFA immerhin „die Preisträger“ anwesend sein. Die Gästeliste ist streng geheim.

Der Trainer des Jahres kommt in jedem Fall aus Deutschland. In den Top Drei stehen Flick, RB Leipzigs Coach Julian Nagelsmann nach dem Erreichen des Königsklassen-Halbfinales und Jürgen Klopp, der dem FC Liverpool die erste englische Meisterschaft seit 30 Jahren geschenkt hat. „Ich freue mich, dass ich zu den Nominierten gehöre“, sagte Nagelsmann, fügte aber an: „Ich gehe nicht davon aus, dass ich die Wahl gewinnen werde.“

Der 33-Jährige wird sich vor allem auch für die Auslosung der Gruppenphase der Champions League interessieren, die während der gleichen Veranstaltung vorgenommen wird. Die Bayern sind als Titelverteidiger und Meister in Topf 1 gesetzt, Borussia Dortmund in Topf 2. Auf Leipzig (Topf 3) und Borussia Mönchengladbach (Topf 4) warten die härtesten Gegner.

Zwischen den Ziehungen sollen die weiteren Preise vergeben werden. Die UEFA kürt auch die beste Fußballerin (Lucy Bronze, die Ex-Wolfsburgerin Pernille Harder oder Wendie Renard) sowie den besten Trainer einer Frauenmannschaft – Stephan Lerch vom VfL Wolfsburg steht hier unter den Top Drei. Die Einzelkategorien für die besten Feldspieler der Saison dominieren klar die Bayern. Zum besten Spieler des Kontinents war zuletzt vor sieben Jahren ein Bundesliga-Profi gewählt worden. Franck Ribéry triumphierte nach dem Bayern-Triple 2013. 

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