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Fußball Bundestrainer Löw über das deutsche WM-Aus

Analyse im Nobelhotel

Archivartikel

London.Joachim Löw nahm sich Zeit. Nach der Fußballkonferenz des Weltverbandes Fifa sprach der Bundestrainer in London über die Chancen der deutschen EM-Bewerbung, den englischen Fußball oder die bevorstehenden kniffligen Länderspiel-Aufgaben in der Nations League.

Im Nobelhotel am Hyde Park in London wurde Löw vor den Trainerkollegen aus aller Welt zum deutschen WM-Aus befragt. Der Bundestrainer sprach wie schon bei seiner Selbstanklage bei der Analyse in München auch in der britischen Metropole über die fehlenden letzten Prozentpunkte bei Gier, Feuer und Leidenschaft. „Es erfüllt mich mit Stolz, dass Sie aufgestanden sind und über diese nicht einfache Situation so offen und mutig gesprochen haben“, lobte ihn der frühere Weltklassestürmer Marco van Basten, Vorsitzender der Fifa-Abteilung für Technische Entwicklung.

Löw betonte noch einmal, dass er die entthronte DFB-Auswahl auf dem Weg zu EM und WM weiter verjüngen will. Im kleinen Kreis nannte er nach dem Kongress den Gladbacher Jonas Hofmann als einen Kandidaten, wenngleich der Mittelfeldspieler mit 26 Jahren nicht mehr ganz so jung ist. „Er hat in den letzten Spielen einen guten Eindruck gemacht“, sagte der Bundestrainer und lobte explizit die Laufwege des früheren Dortmunders.

„Leistung entscheidend“

„Entscheidend ist am Ende immer die Leistung, die gebracht wird. Einige Spieler, die teilweise hochtalentiert sind, müssen das unter Beweis stellen“, sagte Löw. Zum Abschluss des Länderspieljahres steht nach den „zwei ganz wichtigen Nations-League-Spielen“ gegen die Niederlande (13. Oktober in Amsterdam) und Frankreich (16. Oktober in Paris) noch ein Test gegen Russland (15. November in Leipzig) und das Rückspiel gegen Holland (19. November in Gelsenkirchen) an. dpa