Fußball

Fußball Deutsche Gruppengegner Mexiko und Schweden noch nicht in WM-Form / Neuerliche Debatte um Superstar Ibrahimovic droht

Anfällig und ungefährlich

Berlin.Nicht nur Titelverteidiger Deutschland ist noch nicht in WM-Form. Auch zwei Gruppengegner der DFB-Elf haben sich am Wochenende schwer getan: Mexiko und Schweden konnten ihre letzten Testspiele vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland nicht gewinnen – Südkorea steht am heutigen Montag die letzte Probe bevor.

In Kopenhagen musste sich Deutschlands Auftaktgegner Mexiko 0:2 (0:0) gegen Dänemark geschlagen geben. Juan Carlos Osorio, Trainer der Mittelamerikaner, zeigte sich dennoch zuversichtlich: „Für das nächste Spiel wissen wir jetzt, wie wir strategisch planen“. Dann werde man auch wieder Tore schießen. Yussuf Poulsen von RB Leipzig sorgte in der 71. Minute mit einem Distanzschuss für die Führung. Christian Eriksen entschied die Partie drei Minuten später. In der Defensive präsentiere sich Mexiko anfällig und war im Spiel nach vorne weitgehend ungefährlich.

Ohne Sieg in der Vorbereitung

Schweden – Deutschlands zweiter Gegner – kam in seinem letzten Testspiel vor der WM gegen Peru nicht über ein 0:0 hinaus. In Göteborg blieben die Skandinavier am Samstagabend trotz einiger Gelegenheiten zum dritten Mal in Serie ohne eigenes Tor und müssen ohne einen Sieg in der WM-Vorbereitung nach Russland reisen.

Nach der misslungenen Generalprobe beschwichtigte Schwedens Trainer Janne Andersson: „In Freundschaftsspielen probiert man eben andere Wege aus“. Die gerade verstummten Diskussionen über den fehlenden Superstar Zlatan Ibrahimovic dürften nach dem erneuten Remis dennoch wieder losgehen. Der Starstürmer hatte erst am Wochenende für seinen US-Verein LA Galaxy zwei Tore geschossen.

Deutschlands letzter Gruppengegner Südkorea tankte am Wochenende noch einmal Kraft, ehe am Montag der letzte Test in Österreich gegen den Senegal ansteht. Das 0:0 gegen Bolivien am Donnerstag dürfte Joachim Löw und Co. aber auch nicht besonders aufgeschreckt haben.

Deutschlands Mitfavoriten auf den Titel sind noch ein Stück von der WM-Form entfernt. Gut eine Woche nach dem überzeugenden 3:1-Sieg gegen Italien mussten sich die Franzosen gegen die nicht für die WM qualifizierten USA mit einem 1:1 (0:1) zufrieden geben. Kylian Mbappé gelang in Lyon in der 78. Minute der Ausgleich, nachdem die Gäste durch Julian Green vom Zweitligisten Greuther Fürth mit 1:0 in Führung gegangen waren (44.). „Wir hatten viel Ballbesitz und viele Chancen“, sagte Frankreichs Mittelfeldspieler Blaise Matuidi nach dem Spiel. „Mit dem Resultat sind wir nicht komplett zufrieden, können das aber auch gut einordnen.“ Auch Frankreichs Trainer Deschamps wiegelte ab: „Es war am Ende nur ein Testspiel.“

Spanien müht sich

Der frühere Welt- und Europameister Spanien kam im russischen Team-Camp in Krasnodar nur zu einem mühsamen 1:0 (0:0) gegen Tunesien. Die Nordafrikaner hatten in der ersten Halbzeit die besseren Chancen. Iago Aspas von Celta Vigo erzielte vor 33 100 Zuschauern in der 84. Minute das einzige Tor. Bayern-Profi Thiago stand ebenso in der Startformation wie Spielmacher Andrés Iniesta, wurde aber zur Halbzeit ausgewechselt.

Derweil hält der belgische Fußball-Nationalspieler Thorgan Hazard den WM-Titelgewinn für sein Team in Russland für möglich. „Es wird schwer, aber es ist möglich, dass wir Weltmeister werden. Wir haben die Spieler und den Trainerstab dafür“, sagte der 25 Jahre alte Offensivspieler von Borussia Mönchengladbach dem Nachrichtenportal „t-online.de“. dpa