Fußball

Fußball Freiburg im sechsten Spiel ohne Sieg / Ideen fehlen

Auftakt in die heiße Phase gründlich misslungen

Freiburg.Nils Petersens verschossener Handelfmeter in der Nachspielzeit passte ins Bild. Der Toptorjäger des SC Freiburg durfte beim 0:2 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg nach der Rücknahme seiner Sperre zwar spielen, strahlte wie seine Mitspieler aber kaum Torgefahr aus. „Wir haben hinten raus nicht schlecht gespielt, sind auch in die Zwischenräume gekommen. Aber was passiert im letzten Drittel?“, fragte Christian Günter nach dem sechsten siegelosen Bundesligaspiel in Serie. „Richtige Abschlüsse waren es nur zwei – das ist zu wenig.“

Der Auftakt in die entscheidenden Wochen für den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga ist dem SC Freiburg gründlich misslungen. Durch die Niederlage vom Samstag ist die Bedeutung der Partien gegen Mainz, den HSV und Köln noch größer geworden. „Wenn wir gewonnen hätten, hätte es sehr gut ausgesehen. Aber wir haben verloren. Abstiegskampf halt. Was soll ich sagen?“, fragte Trainer Christian Streich angesichts nur noch drei Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang.

„Bisher hatten wir immer ein relativ großes Polster nach hinten. Klar, es wird jetzt weniger. Die Situation wird auch für uns wesentlich schwieriger“ sagte Jannik Haberer. „Wir müssen zusammenstehen und weiter hart arbeiten, Tag für Tag arbeiten und uns herauskämpfen.“

Hoffnung auf Mainz-Spiel

Den Vorsprung wieder auf sechs Punkte auszubauen hat der SCF am 30. Spieltag selbst in der Hand. Am Montag der kommenden Woche geht es zum Tabellensechzehnten. „Wir fahren nach Mainz um dann vielleicht so zu gewinnen, wie Wolfsburg heute“, sagte Günter. „Wolfsburg hat aus zweieinhalb Chancen zwei Tore gemacht.“

Tatsächlich hatte Freiburg viel mehr Spielanteile, aber keine Ideen. „Man hat gesehen, dass Freiburg nicht so viel anfangen konnte mit dem Ball“, sagte Wolfsburgs Maximilian Arnold. „Klar ist, dass wir heute gegen einen Gegner gespielt haben, der nicht so vor Selbstvertrauen strotzt“, analysierte auch Doppeltorschütze Daniel Didavi. Mit seinem Treffer in der zweiten Minute hatte er früh für Verunsicherung beim SCF gesorgt. In der 83. Minute vollendete er die geniale Vorarbeit von Divock Origi. dpa