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Fußball Leipzig glücklich nach Last-Minute-Elfmeter

Augsburger tief gefrustet

Archivartikel

Augsburg.Den großen Zoff nach dem Pokal-Wahnsinn konnten die euphorisierten Leipziger Halbfinal-Debütanten schneller als die gefrusteten Augsburger abschütteln. „Wir stehen jetzt im dritten Bundesligajahr erstmals im Halbfinale. Das ist für uns sicher etwas, was wir uns so nicht ausgemalt haben“, sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff, der nach dem packenden Viertelfinal-Fight den Zorn des FC Augsburg besonders auf sich zog. „Man sollte mit Anstand verlieren. Aber heute hat man gesehen, dass man mit extremer Arroganz offensichtlich gewinnt“, wetterte FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter.

Nach dem Pokal-K.o. durch das Leipziger 2:1 in der Nachspielzeit der Verlängerung ging es heiß her. Auf und am Spielfeld wurde gestritten, geschubst und lautstark diskutiert. „Es ist eine bodenlose Frechheit, wie sich Mintzlaff nach dem Schlusspfiff verhalten hat. Anstatt sich mit seiner Mannschaft über das Weiterkommen zu freuen, stürmt er in unserer Coaching-Zone direkt zu unserer Bank“, kritisierte Reuter.

Durch Tore von Timo Werner und Marcel Halstenberg darf der Club aus dem Red-Bull-Imperium von der Endspielteilnahme am 25. Mai träumen. „Jetzt wollen wir ins Finale. Ich selbst war schon zweimal als Trainer in Berlin und weiß, wie die Atmosphäre da ist“, sagte RB-Coach Ralf Rangnick. dpa