Fußball

Fußball Werder Bremen freut sich nach dem 2:1 über Freiburg auf die zwei Duelle mit München in Liga und DFB-Pokal

Bereit für den Bayern-Doppelpack

Bremen.Florian Kohfeldt grinste schelmisch. „Im Spiel höre ich doch immer so schlecht“, scherzte der Trainer des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen. Doch die Aufforderung und die Rufe der Bremer Fans nach dem 2:1-Erfolg gegen den SC Freiburg waren unüberhörbar: „Zieht den Bayern die Lederhosen aus!“ Nach der Pflichtaufgabe Freiburg warten für den Europa-League-Aspiranten nun die Festspiele gegen München.

„Wir wollen beide Spiele gewinnen“, kündigte U-21-Nationalspieler Maximilian Eggestein an. Erst am Samstag in der Bundesliga beim FC Bayern, dann vier Tage später im Halbfinale des DFB-Pokals im heimischen Weserstadion. „Wir sind bereit für die Bayern“, betonte Sturm-Oldie Claudio Pizarro beim Pay-TV-Sender „Sky“. „Schon im ersten Spiel wollen wir mindestens einen Punkt holen. Das Pokalspiel ist ein Entscheidungsspiel, da wollen wir ins Finale.“

Dabei waren Aufeinandertreffen mit dem deutschen Rekordmeister in der Vergangenheit immer eine klare Angelegenheit – gegen Werder. 16 Niederlagen in Serie kassierten die Hanseaten gegen die Münchner, bei 10:61 Toren. „Wir fahren aber jetzt mit einem anderen Gefühl zu den Bayern“, entgegnete Theodor Gebre Selassie, der gegen Freiburg sein drittes Saisontor erzielte (84. Minute).

Erfolgsfaktor Klaassen

Denn das aktuelle Werder hat mit dem Club der vergangenen Jahre nicht mehr viel gemeinsam. „Da standen wir immer zwischen Platz 14 und 18“, erklärte Coach Kohfeldt. „Jetzt haben wir nicht mehr das Messer am Hals.“ Im Gegenteil: Die Bremer sind seit 14 Pflichtspielen unbesiegt und haben mit 46 Punkten gute Aussichten auf eine Europapokal-Teilnahme in der kommenden Saison. „Wir fahren nach München, um dort zu gewinnen“, kündigte Davy Klaassen selbstbewusst an.

Der niederländische Rekordeinkauf, der im vergangenen Sommer für rund 15 Millionen Euro vom FC Everton an die Weser kam, ist zu einem wichtigen Faktor im Bremer Spiel geworden. Gegen Freiburg sorgte er mit seinem Treffer zum 1:0 für die Befreiung (76.). Zuvor hatte er im Pokal-Viertelfinale auf Schalke (2:0) und bei Borussia Mönchengladbach (1:1) wichtige Tore erzielt. „Ich hoffe, ich treffe auch gegen Bayern“, sagte der 26-Jährige. dpa