Fußball

Fußball Stuttgart beendet die Vorbereitung nach 1:0 gegen San Sebastian ungeschlagen / Korkut: „Wir gehen mit gutem Gefühl raus“

Blendende Stimmung beim VfB

Stuttgart.Acht Testspiele, keine Niederlage: Viel besser hätte die Saisonvorbereitung des VfB Stuttgart zumindest von den Ergebnissen her nicht laufen können. Nach dem abschließenden 1:0 gegen den spanischen Fußball-Erstligisten Real Sociedad blickte Trainer Tayfun Korkut dem Pflichtspielstart in einer Woche optimistisch entgegen. Aber in die grundsätzliche Zufriedenheit des 44-Jährigen mischte sich auch eine kleine Warnung. „Der Wind kann sich schnell drehen“, sagte Korkut nach dem Erfolg gegen die Gäste aus San Sebastian. Aber: „Wir gehen mit einem guten Gefühl raus.“

Tatsächlich scheint es derzeit keinen großen Anlass zur Sorge zu geben. Eine knappe Woche bleibt den Schwaben nun noch, dann treten sie am nächsten Samstag (20.45 Uhr) in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Drittligisten Hansa Rostock an. Am 26. August steht dann das erste Bundesliga-Spiel beim FSV Mainz 05 an. Ein „mega-schweres Auftaktprogramm“ sei das, findet Sportvorstand Michael Reschke. Nach dem Spiel in Mainz kommt schon Rekordmeister FC Bayern München nach Stuttgart. Reschke und Korkut wissen, dass ein verpatzter Start die aktuell blendende Stimmung im Schwabenland ganz schnell wieder ändern könnte.

Dabei steht dem Club ein derart starker Kader zur Verfügung, wie es ihn in Cannstatt schon lange nicht mehr gab. Schon zum Start in die Vorbereitung hatte Korkut dank Reschkes Vorarbeit seine Neuzugänge Gonzalo Castro, Daniel Didavi, Pablo Maffeo, Marc Oliver Kempf, Borna Sosa und David Kopacz beisammen. Nicolas Gonzalez kam nur wenige Tage später dazu. Castro, Didavi und Maffeo dürften gleich beim Start gesetzt sein.

Auch die Chancen auf einen Verbleib von Weltmeister Benjamin Pavard werden von Tag zu Tag sicher nicht geringer. Die finanzstarken Clubs aus der englischen Premier League können den französischen Verteidiger nach dem frühen Ende ihres Transferfensters jedenfalls nicht mehr verpflichten.

„Wir sind gut durch die Vorbereitung gekommen“, zog Korkut Bilanz. In den kommenden Trainingseinheiten wolle er nun noch an Details arbeiten. Taktisch, das zeichnete sich in den vergangenen Wochen ab, wird er wohl an seinem bewährten 4-4-2-System festhalten. Mario Gomez ist als Stürmer gesetzt, daneben können Neuzugang Gonzalez oder auch Chadrac Akolo spielen, dem bei der souveränen Vorstellung gegen Real Sociedad der Siegtreffer gelang. Von jetzt an zählt für den VfB aber nur noch der Blick auf Rostock. Ein Sieg dort ist Pflicht. Ansonsten könnte es schnell wieder unruhig werden.

Bremens Sorgen um Harnik

Bei Borussia Mönchengladbach, Werder Bremen und Bayer Leverkusen läuft es eine Woche vor dem Pflichtspielstart allerdings noch nicht richtig rund. Das Trio plagen nach Testspielpleiten gegen spanische Erstligisten auch personelle Sorgen. „Das war nicht das, was wir wollten, wir sind oft ins Leere gelaufen. Die ruppige Spielweise der Spanier hat den jungen Spielern nicht behagt“, sagte Borussia-Coach Dieter Hecking nach dem 1:3 gegen Espanyol Barcelona. Ohne Rekordtransfer Alassane Pléa, der wegen Adduktorenprobleme geschont wurde, setzte die Offensive nur wenige Akzente. „Ich hoffe, dass er nächste Woche wieder ins Training einsteigen kann“, sagte Hecking über Angreifer Pléa.

Leverkusen verlor bei der Generalprobe gegen den FC Valencia deutlich mit 0:3. „Wir haben gut in die Breite gespielt, aber nicht in die Tiefe. Unsere Abschlüsse waren nicht so präzise“, erklärte Bayer-Trainer Heiko Herrlich. Werder Bremen sorgt sich derweil um Neuzugang Martin Harnik. Der Angreifer wurde bei der 2:3-Niederlage der Bremer gegen den FC Villarreal zur Halbzeit eingewechselt, musste kurz vor dem Schlusspfiff aber wieder raus. dpa