Fußball

Fußball Eintracht dementiert konkrete Personalpläne

Bobic will keinen Aktionismus

Frankfurt/Bradenton.Trotz der Krise zum Hinrunden-Ende will Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic „nicht in Aktionismus verfallen“. Im Trainingslager des hessischen Fußball-Bundesligisten im sonnigen Bradenton/Florida versprüht der 48-Jährige gute Laune und die Hoffnung auf eine gelungene Rückrunde beim Tabellen-13. „Wir glauben an diesen Kader, haben zuletzt gewiss nicht alles abrufen können, in den Monaten davor aber schon“, sagte Bobic. „Am wichtigsten ist, weiter in die Jungs zu vertrauen und dass die meisten der Verletzten wieder zurück sind. Wir sind guten Mutes sowie voller Überzeugung und Selbstvertrauen, besser ins neue Jahr zu starten.“

Den Spekulationen um eine mögliche vorzeitige Rückkehr des kroatischen Stürmers Ante Rebic vom AC Mailand erteilte Bobic am Wochenende eine Absage: „Da ist gar nichts dran.“ Grundsätzlich schließt der Sportchef dennoch eine Verstärkung in der jetzigen Transferperiode nicht aus. „Wir überlegen uns, das eine oder andere zu tun, wenn sich ein Türchen öffnet. Aber das ist im Januar nichts Neues.“

In der vergangenen Winterpause hatte die Eintracht Martin Hinteregger vom FC Augsburg geholt, der in Frankfurt zum Fanliebling aufstieg. Zudem ist der Österreicher mit sechs Treffern bislang torgefährlichster Abwehrspieler der Liga. Bei der Übungseinheit am Sonntag fehlte er jedoch wegen eines Infekts. Auf dem Absprung ist der freigestellte Defensivspezialist Simon Falette, der nach Medienberichten beim 1. FC Köln anheuern soll.

Kevin Trapp meldet sich zurück

Innenverteidiger Jesus Vallejo wird ebenfalls als möglicher Rückkehrer gehandelt: Der 23 Jahre alte Spanier und Ex-Frankfurter ist derzeit von Real Madrid an die Wolverhampton Wanderers in die Premier League ausgeliehen. „Wir haben auf seiner Position mit unserem Kapitän David Abraham und Almamy Toure zwei Spieler. Damit ist es überflüssig, die Frage zu stellen. Wir sehen keinen Bedarf“, betonte Bobic, ließ aber ein Hintertürchen offen: „Dass der Junge unglücklich ist, weil er bei Wolverhampton kaum gespielt hat, ist klar – wir setzen uns natürlich auch mit ihm auseinander. Wir haben noch drei Wochen vor uns. Wer weiß, was noch passiert.“

Ansonsten freut sich die Eintracht über die Rückkehr von Kevin Trapp auf den Trainingsplatz. Der Nationalkeeper ist nach seiner Schulter-Operation wieder dabei und wird langsam an die Belastungen herangeführt. „Ich fühle mich topfit“, sagte er. Die missliche sportliche Lage beim Europa-League-Teilnehmer will der 29-Jährige nicht herunterspielen. Ob die Eintracht nun im Abstiegskampf stecke? „Es sind nur drei Punkte Vorsprung auf Platz 16. Also wäre es fatal, von etwas anderem zu reden“, sagte er.

Auch der Schweizer Gelson Fernandes, der ebenfalls zu den Führungsspielern zählt, mahnte: „Was wir jetzt machen müssen, ist hart zu arbeiten – und zwar richtig hart zu arbeiten. Niemand wird uns etwas schenken, das ist ganz klar.“ dpa