Fußball

Fußball Tabellenführer Dortmund braucht beim 3:1-Sieg lange, um 0:1-Rückstand aufzuholen

BVB in Köln mit dem längeren Atem

Archivartikel

Köln.Borussia Dortmund hat im Titelkampf der Fußball-Bundesliga wieder einmal Comeback-Mentalität bewiesen und Bayern München schon am 2. Spieltag mächtig unter Druck gesetzt. Nach einer über weite Strecken schwachen Vorstellung gewannen die Dortmunder am Freitagabend beim forschen Aufsteiger 1. FC Köln durch eine starke letzte halbe Stunde doch noch mit 3:1 (0:1) und feierten damit den zweiten Sieg. „Der Schlüssel war, dass wir geduldig geblieben sind“, sagte BVB-Kapitän Marco Reus. „Das Spiel hat auch gezeigt, dass wir noch weit weg sind von dem Potenzial, das wir haben.“

Wie beim 5:1 in der Vorwoche gegen den FC Augsburg und bei insgesamt fünf Spielen in der Vorsaison machte der BVB dabei vor 50 000 Zuschauern aus einem Rückstand noch einen Sieg. Titel-Rivale München liegt damit vor seinem Spiel am Samstag beim FC Schalke 04 fünf Punkte hinter dem BVB.

Dabei lag Dortmund nach dem Tor von Kölns Dominick Drexler (29. Minute) am Freitag bis zur 70. Minute zurück. Dann glich der bis dahin maßlos enttäuschende Jadon Sancho aus, Achraf Hakimi (86.) und Paco Alcácer (90.+4) trafen noch zum Sieg. Den Kölnern, die wie versprochen mutig und leidenschaftlich auftraten, droht nach dem 1:2 in Wolfsburg und den Aufgaben in Freiburg, gegen Mönchengladbach und beim FC Bayern nun tatsächlich der von vielen befürchtete Fehlstart.

Dortmund hatte von Beginn an Probleme mit der frechen und mutigen Spielweise der Kölner. Der Tabellenführer hielt aber zumindest zu Beginn kämpferisch voll dagegen. Dem Aufsteiger gelang es, sich nicht das sonst so dominante Spiel des BVB aufzwingen zu lassen.

Nicht ganz unverdient war daher auch die Führung des Gastgebers. Nach einer Ecke konnte Drexler am langen Pfosten einköpfen – für ihn war es das erste Tor im zweiten Bundesliga-Spiel. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das große Aufbäumen des BVB zunächst aus. BVB-Trainer Lucien Favre brachte Hakimi und Neuzugang Julian Brandt. Die Dortmunder erhöhten nun den Druck, und belohnten sich für ihre kurze Drangphase mit dem Ausgleich. Nach einer Ecke nutzte der bis dahin schwache Sancho eine Unaufmerksamkeit in der FC-Defensive und traf vom Strafraumeck zum 1:1. Dortmund war nun das dominante Team und drängte auf den Siegtreffer, der Hakimi gelang. Nach einer Flanke von Lukasz Piszczek köpfte der Marokkaner am zweiten Pfosten ein. In der Nachspielzeit machte Alcácer alles klar.