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Fußball Bayern-Trainer bereit für Spitzenspiel am Samstag

BVB soll brillante Bilanz von Flick nicht trüben

Archivartikel

Salzburg/München.Der deutsche Clásico begann für Hansi Flick gleich nach dem späten Torspektakel an seinem Jahrestag als Chefcoach des FC Bayern. „Die Vorfreude ist da“, verkündete der 55-Jährige, den nach dem nächsten Willensakt seiner unermüdlichen Dauersieger um den von ihm zum „Mentalitätsmonster“ ernannten Antreiber Joshua Kimmich beim 6:2 (2:1) gegen Red Bull Salzburg auch die weiteren Entwicklungen im Vertrags-Theater um David Alaba mit demonstrativen Klartext-Aussagen von Sportvorstand Hasan Salihamidzic nur am Rande interessierten.

Flick winkte nach etlichen Nachfragen nur noch genervt ab. „Mir ist es wichtig, dass wir Ruhe in der Mannschaft und im Umfeld haben. Wir haben am Samstag ein schweres Spiel in Dortmund“, sagte er.

Gegner-Analyse auf der Couch

Für den Triple-Coach ist das Gebot der Stunde, den gravierenden Zeitvorteil gegenüber Borussia Dortmund, das erst am Mittwochabend in der Champions League beim FC Brügge antrat, bestmöglich auszureizen. Das Auslaufen absolvierten die Münchner Profis darum noch im Regen in der Salzburger Arena. Nach der kurzen Busfahrt zurück nach München entließ Flick seine Vielspieler dann in einen freien Mittwoch. Auf der heimischen Couch sollten sie dem BVB bei der Arbeit zuschauen.

„Jetzt erholen wir uns einfach mal. Und ab Donnerstag bereiten wir uns auf Dortmund vor“, kündigte Flick an. Der Spitzenreiter geht nach dem furiosen Vier-Tore-Endspurt im deutsch-österreichischen Meisterduell mit breitester Brust in das Bundesliga-Topspiel beim punktgleichen Tabellenzweiten.

„Wir wollten hier unbedingt einen Sieg, damit wir Selbstbewusstsein haben fürs Wochenende“, sagte Jérôme Boateng, der mit dem Kopfballtor zum 3:2 die Schlussoffensive einleitete und anschließend wie Flick die Mentalität der eigenen Mannschaft rühmte. „Das zeichnet uns aus. Wir geben nie auf, wir wollen immer gewinnen.“

Das galt auch gegen eine forsch aufspielende Salzburger Mannschaft, die dem Titelverteidiger fast 80 Minuten mächtig zusetzte und die nun 14 Spiele währende Siegesserie in der Königsklasse beinahe beendet hätte. Doch dann trafen Boateng, Leroy Sané, Robert Lewandowski und Lucas Hernández noch fast im Minutentakt.

Flick startet nun mit einer grandiosen Zwölf-Monats-Bilanz von 44 Siegen in 48 Pflichtspielen und 160:41 Toren in sein zweites Jahr als Bayern-Coach. Der BVB war übrigens im November 2019 Flicks erster Gegner in der Bundesliga: Die Bayern triumphierten mit 4:0. „Wir waren sehr erfolgreich“, bewertete er bescheiden sein erstes, mit fünf Titeln gekröntes Premierenjahr. 

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