Fußball

Fußball Hertha BSC bestätigt die Trennung vom Chefcoach zum Saisonende / „Neuer Impuls im Sommer ist der richtige Schritt“

Dardai wird wieder Nachwuchstrainer

Berlin.Seine längste Niederlagenserie kostet Pal Dardai zwar im Sommer den Job als Cheftrainer, dem Fußball-Bundesligisten Hertha BSC bleibt der Rekordspieler und Fanliebling aber erhalten. Ein außergewöhnliches Vertragswerk macht es möglich, dass der 43-Jährige nach dem Aus bei den Profis im nächsten Jahr wieder als Coach im Nachwuchsbereich arbeitet. Die Berliner verkündeten diesen Schritt am Dienstag und reagierten auf zuletzt fünf Pleiten nacheinander sowie den Absturz auf den elften Tabellenplatz. Geschäftsführer Michael Preetz sucht bereits einen fähigen Nachfolger für den Ungarn Dardai, der am Saisonende nach knapp viereinhalb Jahren abtritt.

„Manchmal ist es so, dass die Zeit für eine Veränderung gekommen ist. Ich habe immer betont, dass es mir um das Beste für Hertha BSC geht, denn Hertha ist und bleibt mein Zuhause“, sagte Dardai, der schon als Profi 286 Spiele für den Club absolvierte: „Ich bin dankbar für diese Chance, die ich hier bekommen habe, und sehr stolz darauf, was wir in dieser Zeit gemeinsam erreicht haben.“ Preetz sagte: „Ein neuer Impuls im Sommer ist der richtige Schritt für Hertha BSC.“

Dardai wird die Berliner in den verbleibenden fünf Saisonspielen noch betreuen, ehe er sich vermutlich eine einjährige Auszeit genehmigt. Die Rückkehr als Nachwuchstrainer soll im Sommer 2020 erfolgen, hieß es. „Pal ist ein wichtiger Bestandteil der positiven Entwicklung unseres Clubs und wird auch über seine Zeit als Cheftrainer der Profis hinaus ein großer Faktor der Hertha-Familie bleiben“, sagte Preetz.

Preetz steht unter Druck

Zuletzt waren immer wieder Dissonanzen zutage getreten. Während Dardai stets auf die Entwicklung und die Unerfahrenheit der Mannschaft verwies, betonte Preetz, dass der Einbruch nicht „hinzunehmen“ sei. Ende Januar hatte Preetz bestätigt, dass sich der Verein mit Dardai über ein weiteres Jahr als Chefcoach der Profis und einen „gemeinsamen Weg“ geeinigt habe. Dazu kommt es nun nicht, und der Manager steht unter Druck. Er muss einen neuen Trainer finden, der für einen Aufschwung sorgt.

Dardai zu ersetzen dürfte nicht leicht werden, denn er gehört zu den wichtigsten Figuren beim Hauptstadtclub. Kurz nach Ende seiner aktiven Karriere arbeitete er als Nachwuchscoach für Hertha. Dardai war am 5. Februar 2015 als Nachfolger von Jos Luhukay befördert worden und schaffte den Klassenverbleib. Als Sechster der Saison 2016/17 führte Dardai Hertha in die Europa League und integrierte viele junge Spieler. Dann zeigte das Team auch offensiv eine Entwicklung, zuletzt aber stagnierten die Leistungen. dpa

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