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Fußball Julian Nagelsmann gibt sich nach dem Leipziger 0:2 gegen Dortmund kleinlaut / Vize-Frust bei BVB-Torjäger Haaland

„Das dauert ein paar Transferperioden“

Archivartikel

Leipzig.Erling Haaland musste sich erst einmal setzen. Also schnappte sich der Dortmunder Stürmer nach seinem Doppelpack bei RB Leipzig einen schwarzen Klappstuhl und machte es sich für die anstehenden Interviews bequem. „Ich bin müde, weil ich so viel gerannt bin. Ich hätte heute fünf Tore schießen können. Am Ende waren es zwei und wir haben gewonnen“, sagte der norwegische Nationalspieler nach dem 2:0 und der gesicherten Vize-Meisterschaft der Fußball-Bundesliga.

Haaland saß zwar entspannt neben dem Rasen der Red Bull Arena, doch das verbarg die innere Enttäuschung des ambitionierten Jung-Stars nicht. Zu groß war die Überlegenheit der Bayern einmal mehr, zehn Punkte Rückstand sind es einen Spieltag vor dem Feierabend. „Ich bin nicht froh über die Vize-Meisterschaft. Ich will Meister werden“, betonte Haaland.

Dass am Ende weder der BVB noch Herbstmeister Leipzig etwas in den Händen halten, haben sich beide Mannschaften selbst zuzuschreiben. Diese Einsicht ist jedenfalls da. „In der Hinrunde haben wir viele Punkte liegengelassen. Dadurch haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht“, sagte BVB-Nationalspieler Julian Brandt. Und Leipzig-Coach Julian Nagelsmann gab sich sogar noch zurückhaltender: „Bayern und Dortmund sind noch vorn dran, wir haben noch einige Schritte zu gehen. Damit meine ich nicht nur die Spieler, sondern den ganzen Club. Das dauert ein paar Transferperioden, das dauert ein paar Jahre.“

Die Chancen, die achte Meisterschaft der Bayern in Serie zu verhindern, wären durchaus vorhanden gewesen. Gerade aufgrund der Turbulenzen samt der Entlassung von Trainer Niko Kovac. Doch Leipzig brach in der Rückrunde ein, holte 20 Punkte weniger als München. dpa

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