Fußball

Fußball 1. FC Heidenheim hofft gegen Werder auf die Sensation

„Das ist verrückt“

Heidenheim.Beim 1. FC Heidenheim läuft alles so wie immer. Die Mannschaft nahm am Montag das Training wieder auf, kurz darauf ging Trainer Frank Schmidt mit seinem Team in die Analyse. Auch Heidenheims Oberbürgermeister Bernhard Ilg, der am Sonntag sogar mit zum abschließenden Saisonspiel bei Arminia Bielefeld (0:3) gereist war, saß einen Tag später wieder im Rathaus der 50 000-Einwohner-Stadt. Der FCH bleibt bewusst ruhig. Denn nach dem schon jetzt größten Erfolg in der Vereinsgeschichte wollen Stadt und Club mehr. In den beiden Relegationsduellen mit Werder Bremen könnte der FCH den erstmaligen Aufstieg in die Fußball-Bundesliga schaffen.

„Man kann es irgendwie gar nicht richtig greifen. Das ist verrückt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Holger Sanwald. Als Sanwald 1994 als Geschäftsführer beim damaligen Heidenheimer SB eingestiegen war, spielte der Verein noch in der Landesliga. Danach arbeitete sich der Club von der schwäbischen Ostalb langsam nach oben – mit dem Einstieg von Schmidt als Chefcoach 2007 ging es dann immer schneller.

Der 46-Jährige führte den FCH von der Oberliga in die Zweite Liga. Nun steht der aktuell dienstälteste Trainer im deutschen Profifußball vor seiner Krönung. „Das ist außergewöhnlich für uns. Aber natürlich gehen wir nicht in diese Spiele, um zu schauen, was passiert. Wir wollen die Sensation und werden alles dafür probieren“, sagte Schmidt. Zuerst muss er mit seinem Team am Donnerstag (20.30 Uhr/DAZN und Prime Video) in Bremen antreten, vier Tage später folgt das Rückspiel. 

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