Fußball

Fußball DFB-Frauen nach dem 4:0-Erfolg in Slowenien sicher auf WM-Kurs

Der Hrubesch-Faktor

Archivartikel

Domzale.Zwei Spiele, zwei Siege – die deutschen Fußball-Frauen sind mit Interimstrainer Horst Hrubesch weiter auf Erfolgskurs. Drei Tage nach dem 4:0 gegen Tschechien setzte sich die DFB-Auswahl in der WM-Qualifikation auch in Slowenien verdient mit 4:0 (2:0) durch. Vor rund 500 Zuschauern im Sportni-Park von Domzale sorgten Lina Magull (10. Minute), Lana Golob (43./Eigentor), Alexandra Popp (53.) und Linda Dallmann (61.) für die Treffer des überlegenen deutschen Teams. Dzsenifer Marozsan vergab in der Schlussphase einen Strafstoß.

Hrubesch war zufrieden mit der Leistung. „Entscheidend war, dass wir die beiden Spiele klar bestimmen und die sechs Punkte mitnehmen. Und das haben wir geschafft“, sagte der 66-Jährige. „Heute haben wir einiges liegengelassen. Ich denke, die Sloweninnen sind mit dem Ergebnis gut weggekommen.“

Tabellenführung verteidigt

Mit dem fünften Sieg im sechsten Spiel verteidigte Deutschland in der Gruppe fünf die Tabellenführung vor Island und hielt Kurs auf die Weltmeisterschaft in Frankreich im kommenden Jahr. Die Qualifikation wird erst im September mit der wohl entscheidenden Partie um den Gruppensieg auf Island sowie einem Spiel auf den Färöer abgeschlossen. „Das entscheidende Spiel wird in Island stattfinden. Da müssen wir unsere beste Leistung zeigen“, sagte Popp.

Bis dahin wird der Olympiasieger vermutlich einen neuen Trainer haben, denn Hrubesch wollte nach der Trennung von Steffi Jones nur für zwei Spiele einspringen. Bis Juni will der DFB eine langfristige Lösung präsentieren. Favoritin ist die derzeitige Schweizer Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Ob es so kommt, ist noch offen. „Da müsst ihr euch noch zwei, drei Wochen gedulden“, sagte Hrubesch. An einem Sieg gegen Island zeigte er keine Zweifel: „Die Mannschaft ist einfach gut. Sie wird dort gewinnen.“

Gegen Slowenien veränderte der Coach sein Team nach dem Sieg gegen Tschechien am Samstag auf zwei Positionen: Für Lena Goeßling und Anna Blässe rückten Magull und Dallmann in die Startelf. Dass er auf die Wolfsburgerinnen Blässe und Goeßling verzichtete, erklärte Hrubesch vor dem Anpfiff: „Ihre Qualitäten sind bekannt, ich weiß, was sie können. Ziel ist vielmehr, dass nicht immer dieselben Spielerinnen auf der Tribüne sitzen und ich auch sehen möchte, wie sich andere Spielerinnen präsentieren.“

Das Team von Trainer Borut Jarc zog sich weit in die eigene Hälfte zurück, und die deutsche Mannschaft erspielte sich ein Übergewicht. Doch auch nach dem Wechsel tat sich die DFB-Elf schwer gegen die massive Defensive des Gastgebers, spielte aber unermüdlich nach vorne und holte den vierten Sieg im vierten Duell mit Slowenien.