Fußball

Fußball 59-Jähriger sieht bei Aufarbeitung des WM-Debakels „unsinnige Nebendiskussionen“

DFB-Vize Rainer Koch keilt zurück

Leipzig.Mit einer Klartext-Rede hat Vizepräsident Rainer Koch den Deutschen Fußball-Bund gegen seine Kritiker verteidigt und personelle Veränderungen an der Führungsspitze zurückgewiesen. „Wir werden keine Personaldiskussionen führen“, betonte Koch gestern Abend beim Empfang des Sächsischen Landesverbandes in Leipzig. „Es gibt auch niemanden im Deutschen Fußball-Bund, der zum heutigen Tag den Rücktritt unseres Präsidenten auch nur andenken würde“, sagte er mit Blick auf DFB-Boss Reinhard Grindel. Dafür gebe es auch keinen Grund, sagte Koch: „Das sind unsinnige Nebendiskussionen, die von anderen außerhalb von DFL und DFB gefördert werden.“

Kritiker nicht namentlich genannt

Koch verteidigte auch den Nicht-Profi-Bereich im DFB. Man müsse deutlich machen, dass der Fußball in Deutschland nicht nur Profi- und kommerzieller Fußball sei, sondern auch 25 000 Vereine, die einen Anspruch hätten mitzureden, betonte er. Demonstrativ hielt Koch seine gut elfminütige Rede, in der er keinen der Kritiker am DFB namentlich nannte, inmitten der Gäste, und nicht auf dem dafür eigentlich vorgesehen Podium. „Um gleich deutlich zu machen, dass der DFB ganz nah bei seinen Landesverbänden ist“, wie er betonte.

Koch widersprach auch Meinungen, dass es im DFB-Führungsgremium an Fußball-Kompetenz mangele. Der Profi-Fußball werde im DFB-Präsidium vertreten durch fünf Leute. „Fünf Leute, die die Deutsche Fußball Liga stellt“, betonte er. dpa