Fußball

Fußball Spielmacher beim VfB keine Stammkraft mehr

Didavi nur noch eine Randfigur

Archivartikel

Stuttgart.Es gibt sie nicht mehr, die „Mixed Zone“, in der Journalisten Fußballprofis Fragen stellen konnten. Diese Gesprächsmöglichkeit in den Stadionkatakomben ist wegen der Coronavirus-Pandemie eingestellt worden. Bloß keine Nähe, bloß kein Infektionsrisiko von Angesicht zu Angesicht – das ist ja auch richtig.

Es gab also nach dem 2:2-Unentschieden des VfB Stuttgart gegen Eintracht Frankfurt keine Chance auf einen Kontakt mit Daniel Didavi. Wahrscheinlich hätte er eh nichts gesagt, denn Interviewsituationen mag er nicht. Schon gar nicht in problematischen Momenten.

Didavi ist plötzlich nur noch eine Randfigur, wenn die Bundesligaspiele beginnen. Beim 1:1 auf Schalke hatte er gar nicht gespielt, nachdem der 30-Jährige zuvor stets zur Startelf des Bundesliga-Aufsteigers VfB gehört hatte. Im Duell mit den Frankfurtern wurde der Spielmacher ganz spät eingewechselt, es lief schon die 90. Minute.

Entscheidung für Klimowicz

Trainer Pellegrino Matarazzo erklärte den erneuten Verzicht auf Didavi so: „Es war eine Entscheidung für die anderen Spieler, die auf dem Platz gestanden sind, in diesem Fall auch Mateo Klimowicz, der auch ein Spielentscheider ist, aber mit anderen Waffen.“

Drei Minuten Nachspielzeit blieben Daniel Didavi nur, um sich auf dem Platz zu zeigen. Matarazzo sagte: „Er kam rein, weil ich das Gefühl hatte, dass er noch die Zeit hätte für einen finalen Pass oder eine Standardsituation.“ Auffälliges konnte aber nicht notiertwerden.

Im kreativen Offensivbereich hat der Trainer viele Optionen zur Verfügung. Noch weit schlechter als bei Didavi läuft es für Philipp Klement. Der 28-jährige Ludwigshafener war 2019 als Topscorer aus Paderborn gekommen, doch auch in dieser Saison wartet er vergeblich auf den Durchbruch. Sieben Spiele, kein Startelf-Einsatz. Zwei Mal saß Klement komplett auf der Ersatzbank, fünf Mal wurde er eingewechselt.

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