Fußball

Fußball Nürnberg arbeitet historische Lehrstunde auf

Die Folgen des 0:7

Archivartikel

Nürnberg.Michael Köllner war zwei Tage nach der höchsten Niederlage um Gelassenheit bemüht. Nach dem 0:7-Debakel seines 1. FC Nürnberg versuchte der Trainer, die Bedeutung dieser Lehrstunde in der Fußball-Bundesliga für seine unerfahrenen Aufsteiger nicht zu groß werden zu lassen. „Ich neige weder dazu, das Spiel in Dortmund zu ignorieren noch es zu dramatisieren“, sagte Köllner vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf.

Natürlich wollen die Franken gegen die Mannschaft von Coach Friedhelm Funkel eine positive Reaktion zeigen. Aber auf die Schnelle ist eine Vorführung wie die vom Mittwoch sicherlich nicht abzuschütteln. „Man wird gegen Düsseldorf sehen, wie wir das charakterlich aufarbeiten. Und das wird am Ende das Entscheidende sein, um gegen Düsseldorf wieder in die Spur zu kommen“, sagte der „Club“-Coach gestern.

Stabiler gegen Düsseldorf?

So hoch wie in Dortmund hatten die Nürnberger zuvor nur einmal verloren, in der Saison 1983/84 beim VfB Stuttgart. „Es war klar, dass die Bundesliga ein brutaler Wettbewerb ist. So etwas kann die Mannschaft aber auch stabiler machen“, sagte Köllner. Bei der Lehrstunde hatte sich das „Club“-Team sehr naiv präsentiert. Im Gegensatz zum Champions-League-Teilnehmer Borussia steht nun aber ein Duell mit einem Mitaufsteiger an. „Wir wollen mit Optimismus und positiver Energie ins Spiel gehen. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe“, sagte Köllner.

Die zwei Traditionsteams haben in der noch jungen Saison fünf Punkte auf dem Konto. Von einer Partie am Scheideweg mochte Köllner aber so kurz nach dem 0:7 nicht sprechen. „Das ist noch zu früh. Ich halte nichts davon, einzelne Spiele zu überhöhen“, sagte der 48-Jährige. dpa