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Fußball Joker Ishak rettet abstiegsgefährdeten Nürnbergern das Remis gegen Bremen

Ein Hoffnungsschimmer

Nürnberg.In der Trostlosigkeit des Tabellenkellers keimt beim 1. FC Nürnberg wieder Hoffnung. Der erste Punktgewinn nach zwei quälenden Monaten in der Fußball-Bundesliga soll den Franken vor dem Zitterduell bei Hannover 96 die Wende im Abstiegskampf bescheren. „Das war für uns ein ganz, ganz wichtiger Punkt, weil es eines zeigt: Wie charakterstark die Mannschaft ist, über was sie verfügt, und das ist ein Riesenspirit“, sagte Trainer Michael Köllner nach dem späten 1:1 (0:0) gegen Werder Bremen.

Ihre Horror-Serie ohne Bundesligasieg bauten die Nürnberger dennoch auf nunmehr 14 Spiele aus. Der gerade mal zwölfte Saisonpunkt soll beim „Club“ aber Signalwirkung haben. „Man hat gesehen, dass die Mannschaft einen Riesenspirit hat – und dass sie auch bei Rückschlägen ein paar Tage später wieder top zurückkommt“, lobte Köllner sein Team nach dem späten Ausgleichstreffer.

Im Schneckenrennen um den Klassenerhalt schoben sich die Nürnberger auf den vorletzten Tabellenplatz. Die Nichtabstiegsränge liegen noch immer in Reichweite. „Für die Moral, für den Kopf war das sehr, sehr wichtig“, bewertete Offensivspieler Sebastian Kerk das erste Erfolgserlebnis nach sechs Niederlagen in Serie. „Wir müssen wegkommen, auf die Tabelle zu gucken. Wir müssen schauen, dass wir die Spiele einzeln so annehmen, wie sie sind“, empfahl Verteidiger Enrico Valentini nach dem 20. Spieltag. Vor allem müssen die Nürnberger mehr auf ihre Defensive achten. Zu dieser späten Erkenntnis sind sie aber schon vor dem 1:2 gegen den FSV Mainz 05 in der vergangenen Woche gekommen. Kompaktheit wird bei den zuvor zu ungestüm-stürmischen Franken großgeschrieben, nachdem sich die Mannschaft zur Aussprache getroffen hatte.

Sechs angeschlagene Spieler

„Wenn man unten drinsteht, muss man bissig, aggressiv und teilweise auch mal dreckig sein. Das haben wir in der Hinrunde öfter mal vermissen lassen“, bemängelte Kerk. Einsatz zeigte der „Club“ diesmal: Am Ende waren Tim Leibold, Christian Mathenia, Matheus Pereira, Ewerton sowie Valentini und Georg Margreitter angeschlagen. Indem die Nürnberger aber nun kompakter agieren, stehen sie nicht mehr so weit von ihren Gegenspielern weg und kommen schneller in Zweikämpfe. „Die Mannschaft möchte schon weiter nach vorne laufen, aber es macht keinen Sinn“, räumte Köllner ein. Den Vorwärtsgang durfte der angefressene Stürmer Mikael Ishak erst acht Minuten vor dem Schlusspfiff einlegen. Auf Vorlage von Matheus Pereira glich der spät eingewechselte Schwede (86.) den Rückstand durch Johannes Eggestein (64.) noch aus. dpa