Fußball

Fußball FC Bayern treibt Kaderplanung voran

Ein teurer Umbruch

Doha.Der sonnengebräunte Hasan Salihamidzic war gar nicht nach Fußball-Weltmeister Benjamin Pavard gefragt worden. Doch nur zu gern verkündete er den ersten großen Bayern-Transfer für den Umbruch im Sommer. Der Münchner Sportdirektor lehnte sich in seinem schweren roten Polstersessel mit dem Goldrand nach vorn und lächelte, als er vom Fünfjahresvertrag des Franzosen berichtete.

An der Verpflichtung von Multi-Millionen-Teenie Callum Hudson-Odoi, um den es in der Frage eigentlich gegangen war, arbeitet der FC Bayern indes mit aller Macht. „Ein sehr interessanter Spieler, den wir unbedingt verpflichten wollen. Er hat die Qualitäten, die auf unser Spiel passen. Er ist dribbelstark, schnell und hat einen guten Zug zum Tor“, sagte Salihamidzic im Trainingslager des deutschen Meisters in Katar mit Blick auf Verjüngung und Tempoverschärfung im Kader.

Ein Angebot von 30 Millionen Euro liegt für den 18-jährigen Hudson-Odoi vom FC Chelsea auf dem Tisch. Weniger weit wagte sich der Sportdirektor in der Personalie Lucas Hernández von Atlético Madrid vor, der „auch ein sehr interessanter Spieler“ ist. Noch allgemeiner fiel die Antwort beim Leipziger Timo Werner aus, der im vergangenen Jahr selbst mit einem denkbaren Wechsel zu den Bayern kokettiert hatte.

Viel konkreter klingt alles bei Hudson-Odoi. Der Vollzug beim Transfer des früheren Kollegen von Dortmunds Super-Talent Jadon Sancho in Englands Nachwuchsnationalteams naht. Allerdings kostet der Offensivspieler angesichts von gerade einmal elf Einsätzen in der ersten Mannschaft der Blues auch eine stolze Summe.

200 Millionen Euro stehen im Raum

Insgesamt stand in den vergangenen Monaten die irre Summe von 200 Millionen Euro für den großen Umbruch im Raum. 65 wären mit Pavard und Hudson-Odoi weg, bliebe aber noch ein großer Posten für weitere Stars im Etat. „Wir lassen unsere Augen offen, werden schauen, wo wir noch Bedarf haben, werden das diskutieren und machen. Ich möchte nichts ausschließen“, sagte Salihamidzic. Abgänge im Winter plant der Club laut dem Sportdirektor nicht – Stand jetzt. dpa