Fußball

Fußball DFB-Frauen wollen auf Färöer Inseln WM-Ticket lösen

Eine reine Formsache

Archivartikel

Torshavn.Noch 90 Minuten bis nach Frankreich, noch 90 Minuten bis zum Ruhestand: Für Horst Hrubesch endet heute (17 Uhr/ARD) im Nationalstadion von Torshavn auf den Färöer Inseln nicht nur seine kurze Mission WM-Qualifikation mit den deutschen Fußball-Frauen, sondern auch sein Wirken im und für den Deutschen Fußball-Bund.

So ist zumindest der Plan. Gut möglich, dass der Bundestrainer auf Zeit im Oktober bei einem Länderspiel doch noch mal auf der Bank Platz nehmen muss. Dann nämlich, wenn seine bereits feststehende Nachfolgerin Martina Voss-Tecklenburg ihr letztes Spiel mit der Schweiz am Dienstag in Polen nicht gewinnt und in die Play-offs muss.

11:0-Erfolg im Hinspiel

Der 2:0-Sieg am Samstag auf Island hat den deutschen Frauen die Tür zur WM ganz weit geöffnet, nun müssen sie beim Fußball-Zwerg auf den Färöer nur noch hindurchgehen. Dafür reicht schon ein Remis, doch damit will sich im DFB-Team erst gar keiner beschäftigen. Das Hinspiel in Großaspach endete 11:0 für die Deutschen. „Jetzt kommt es darauf an, dass wir auf den Färöer nicht anfangen zu träumen“, mahnt Hrubesch vor zu großer Euphorie. Schließlich spielt man in Torshavn auf Kunstrasen – nicht gerade das Lieblingsgeläuf seiner Spielerinnen.

Alles andere als ein Sieg wäre ein Rückschlag. Der Bundestrainer fordert eine effizientere Chancenverwertung. „Da haben wir in den Spielen immer zu viel ausgelassen“, sagt Hrubesch. Der Gegner ist unter normalen Umständen locker zu bezwingen. Große Unterstützung von den Fans hat das Team von Auswahltrainer Petur Clementsen nicht zu erwarten. „An einem Arbeitstag werden wir unseren Rekord von 1200 Zuschauern wohl nicht brechen können“, sagt der Coach.