Fußball

Fußball-Gruppenliga Bürstädter verlieren 0:2 gegen Höchst / Riedrode kommt in Fehlheim 0:4 unter die Räder

Eintracht vermisst drei Punkte

Archivartikel

Ried.Vier Tage nach der Eroberung der Tabellenspitze in der Fußball-Gruppenliga ist die FSG Riedrode Platz eins wieder los. Im Spitzenspiel beim VfR Fehlheim kassierte die Elf des Trainer-Duos Duro Bozanovic/Andreas Keinz eine deutliche 0:4 (0:3)-Niederlage. Auch die Bürstädter Eintracht, die zu Hause 0:2 (0:0) gegen den TSV Höchst verlor, ging am sechsten Spieltag leer aus.

Eintracht Bürstadt – Höchst 0:2

Zwei Aspekte, die Bürstadts Abteilungsleiter Marcus Haßlöcher nach dem 6:0 gegen Dieburg am Mittwoch angesprochen hatte, gaben gegen Höchst den Ausschlag. Zum einen traf Rico Blecher doppelt. Vor ihm hatte Haßlöcher ausdrücklich gewarnt.

In der 59. Minute musste der TSV-Torjäger den Ball aus kurzer Distanz nur noch zum 1:0 einschieben. Zwölf Minuten später stand Blecher nach einer Ecke goldrichtig - und frei. Das 2:0 per Kopf war für den 30-Jährigen kein Problem (71.). „Dass er torgefährlich ist, ist kein Geheimnis“, wiederholte sich Haßlöcher am Sonntag.

Zum anderen hatte sich der Eintracht-Sportchef etwas zu früh gefreut, was das Ende der Bürstädter Strafstoßmisere angeht. Denn Fabio Cappello, der gegen Dieburg souverän das 5:0 vom Punkt erzielt hatte, scheiterte in der 69. Minute mit einem schwach geschossenen Foulelfmeter an TSV-Torwart Thomas Wolf. Es war die große Chance zum 1:1-Ausgleich – fast im Gegenzug machte Höchst vor knapp 80 Zuschauern in Bürstadt den Sack zu. „Das war der Knackpunkt“, sprach Haßlöcher von einer „bitteren“ Niederlage: „Eigentlich haben wir gut gespielt. Vorne machen wir die Chancen nicht rein, auch weil Höchst das Tor mit Leidenschaft verteidigt. Hinten hat zweimal die Zuordnung nicht gepasst. So verlierst du 0:2, weißt nicht warum und ärgerst dich.“

Sieben Punkte hat die Elf von Trainer Benjamin Sigmund in den ersten sechs Partien gesammelt. Der Dreier, der gegen Höchst nicht zustande kam, fällt für Haßlöcher durchaus ins Gewicht. „Das sind drei Punkte, die uns fehlen. Wir hatten uns drei Punkte mehr zu diesem Zeitpunkt erwartet. Mit zehn Punkten kannst du nach sechs Spielen ein positives Fazit ziehen“, erklärte Haßlöcher, und ergänzte: „Für uns gibt es keinen Grund, in Panik zu verfallen, es ist alles im grünen Bereich. Wir sehen, dass die Mannschaft das Potenzial hat. Jetzt müssen wir nur noch die Fehler abstellen.“

Fehlheim – FSG Riedrode 4:0

Alexander Butz (3.), Lukas Fritsche (18.) und Dominik Thomas Melzer (22.) sorgten vor gut 150 Zuschauern für die frühe Vorentscheidung. „Damit war der Drops gelutscht“, fand FSG-Trainer Andreas Keinz: „Wir können uns nicht beschweren, wenn es zur Pause 0:4 oder 0:5 steht. Fehlheim hatte noch einen Lattentreffer und eine weitere Großchance.“ Das 0:4 folgte nach dem Seitenwechsel. In Minute 64 besiegelte Riccardo Zocco den Endstand der überraschend einseitigen Spitzenbegegnung.

Nach dem 3:0-Sieg gegen Büttelborn am Mittwochabend hatte Keinz’ Trainerpartner Bozanovic fehlendes Tempo in den ersten 45 Minuten moniert. Beim 7:0 gegen den SV Nauheim vor acht Tagen erzielte Riedrode alle Treffer erst im zweiten Durchgang. Und auch diesmal zeigte die FSG eine maue erste Hälfte – mit dem Unterschied, dass sich der Gegner die gebotenen Räume zunutze machte. „Wir haben es der Mannschaft gesagt: In der ersten Halbzeit und vor allem in der ersten halben Stunde sind wir viel zu schläfrig und statisch gewesen“, hatte Keinz ein Déjà-vu-Erlebnis: „Das war uns schon gegen Nauheim und Büttelborn aufgefallen. Gegen so einen Gegner ist es zu wenig. Fehlheim war griffiger in den Zweikämpfen und heute einfach besser.“

Doch so, wie Bozanovic nach dem Sprung auf Platz eins keine Lobeshymnen anstimmen wollte, so warnte Keinz nach der ersten Niederlage davor, „jetzt alles schlechtzureden“. Neuer Primus ist Aufsteiger VfR Groß-Gerau (15 Punkte). Fehlheim steht bei zwölf Zählern. „Wir haben 13 Punkte. Die haben wir nicht gegen Laufkundschaft geholt, wenn ich an Alsbach oder den FCA Darmstadt denke“, stellte Keinz klar: „Jetzt gilt es, die Dinge anzusprechen, die nicht gut waren, und die Niederlage richtig einzuordnen, statt Trübsal zu blasen.“ Die zwei Englischen Wochen am Stück wollte der Coach nicht als Ausrede nehmen: „Die hatte jede Mannschaft. Sicher sind wir aber froh, nicht mehr nur Abschlusstrainings zu haben.“

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