Fußball

Fußball Nürnberg steigt zum neunten Mal aus Bundesliga ab

Ende des Schreckens

Nürnberg.Inmitten einer hochemotionalen Abschiedszeremonie formulierten die Fans von Rekordabsteiger 1. FC Nürnberg schon das Ziel für die nächste Saison. Ihren zum neunten Mal aus der Fußball-Bundesliga vorzeitig abgestürzten Idolen überreichten die treuen Anhänger Trikots in den Vereinsfarben Rot und Schwarz mit der Aufschrift: „Mission Wiederaufstieg“. Als „einzigartige Reaktion“ bezeichnete Interimscoach Boris Schommers die permanente Unterstützung der „Club“-Fans und verordnete seiner gezeichneten Mannschaft zwei freie Tage zur Frustbewältigung.

Der 1. FC Nürnberg ist Abstiege gewohnt, auf seinen neunten konnte er sich schon seit Wochen vorbereiten. Nach dem 0:4 (0:0) am vorletzten Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach haben die Franken endlich Gewissheit. „Gedanklich nähert man sich diesem Szenario doch etwas an“, meinte Verteidiger Georg Margreitter am Samstagabend und stellte fest: „Absteigen ist ziemlich das Hässlichste im Fußball.“

Saison zum Vergessen

Auf dem Rasen gab es in dieser Nürnberger Saison wenige bewegende Momente. Nur drei Siege in 33 Partien und lediglich 25 selbst erzielte Treffer sind Ausdruck einer Horror-Saison. „Wir haben uns zu spät taktisch neu ausgerichtet“, kritisierte Margreitter. „Wenn das alles ein paar Monate vorher stattgefunden hätte, hätten wir vielleicht ein paar Punkte mehr geholt.“

Die Trainerfrage will Robert Palikuca schnell klären. Auf die Frage, wann der neue Coach vorgestellt werde, antwortete der Sportvorstand: „Nächste Woche.“ Angeblich ist der Österreicher Damir Canadi, Trainer beim griechischen Erstligisten Atromitos Athen, der Favorit. Als Sportdirektor wird Peter Hermann gehandelt. Der 67-Jährige ist aktuell Assistenztrainer beim FC Bayern München, arbeitete allerdings in der Saison 2008/09 schon einmal in Nürnberg als Co-Trainer.