Fußball

Fußball Stuttgart revanchiert sich im Pokal beim HSV

Entscheidung in Minute 114

Archivartikel

Hamburg.Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart hat sich für die peinliche 2:6-Schlappe beim Hamburger SV in der Zweitliga-Meisterschaft rehabilitiert und ist mit einem 2:1 (1:1, 1:1) nach Verlängerung über denselben Gegner ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der eingewechselte Hammadi Al Ghaddioui sorgte in der 114. Minute für den Stuttgarter Siegtreffer.

Zuvor hatte Nicolas Gonzalez den VfB in der zweiten Minute per Elfmeter in Führung gebracht. Ebenfalls vom Elfmeterpunkt glich HSV-Kapitän Aaron Hunt vor 45 503 Zuschauern im Volksparkstadion aus. „Das ist natürlich enttäuschend“, sagte HSV-Mittelstürmer Lukas Hinterseer. „Der Pokal ist immer eine tolle Sache. Leider ist es jetzt vorbei.“

Knapp 76 Stunden nach dem Tor-Spektakel am Samstag begann es diesmal ähnlich turbulent. Doch nach der heißen Startphase wurde es ruhiger. Trainer Tim Walter hatte die VfB-Mannschaft diesmal etwas defensiver formiert. Die langen Steilpässe in den Strafraum behagten der HSV-Verteidigung überhaupt nicht. Das Zuspiel von Holger Badstuber kurz nach Anpfiff auf Philipp Förster unterband Gideon Jung mit einem Foul – und Gonzalez vollendete.

Spannung bis zum Schluss

Nur wenig später kam auf der Gegenseite David Kinsombi nach einer Abwehraktion von Santiago Ascacibar zu Fall. Kinsombi hatte Glück, dass es im Pokal keinen Videobeweis gibt: Der Elfmeterpfiff war strittig. Hunt ließ sich die Chance zum Ausgleich nicht entgehen. Danach spielte sich die Partie hauptsächlich zwischen den Strafräumen ab und war kaum spektakulär.

Walter baute den VfB im Vergleich zur ersten Partie auf vier Positionen um. Der in der Meisterschaft gesperrte Innenverteidiger Badstuber durfte im Pokal mitwirken und gab der Abwehr größere Stabilität. Die Entscheidung fiel in der Verlängerung: Einwechselspieler Al Ghaddioui ließ den VfB jubeln.

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