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Fußball Beim VfB wird die Ernüchterung immer größer

Erst einmal ganz unten festgefahren

Archivartikel

Stuttgart.Die goldene Lösung hat Tayfun Korkut noch nicht gefunden. Wie gelingt dem Trainer mit dem VfB Stuttgart der ersehnte erste Saisonsieg? Korkut sucht zwar nach offensiveren Ansätzen für das Spiel seiner Mannschaft, beim ernüchternden 0:0 gegen Fortuna Düsseldorf führten diese aber auch nicht zu den ersehnten drei Punkten. Immerhin bietet sich schon am Mittwoch (20.30 Uhr) bei RB Leipzig die nächste Gelegenheit. Möglicherweise wird Korkut seine Aufstellung dafür etwas deutlicher verändern.

„Es kann sein, dass es da Veränderungen gibt, weil wir viele Spiele haben“, meinte Korkut mit Blick auf die Englische Woche. Erst zwei Punkte hat der VfB nach bisher vier Bundesliga-Partien. Seine Mannschaft habe Phasen gehabt während der Spiele, analysierte Korkut. „Gute Phasen, aber auch Phasen, in denen es mal nicht so läuft.“ Bei einigen Fans blieben am Freitagabend eher die schwächeren Phasen im Gedächtnis, was sich letztlich in teils lauten Pfiffen für Korkuts Profis äußerte.

Reschkes dunkle Prognose

Die Schwaben stecken schon früh in einer kritischen Situation ohne Aussicht auf schnelle Besserung. „Die Tabellensituation in den nächsten Wochen wird so sein, dass wir uns im mittleren Drittel oder der unteren Tabellenhälfte bewegen. Die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch“, prognostizierte Sportvorstand Michael Reschke. Der Prognose seines Chefs wollte sich der Coach nicht anschließen. „So weit schaue ich im Moment nicht“, sagte Korkut einen Tag nach dem 0:0. „Ich bin im Tagesgeschäft.“

Aber auch Korkut ist völlig klar, wie zufrieden man mit dem Saisonstart inklusive Erstrunden-Aus im DFB-Pokal in Stuttgart sein kann: gar nicht. „Wir haben jetzt zwei Punkte aus vier Spielen, das wird unseren Erwartungen nicht gerecht. Vor allem nicht mit den Transfers, die wir im Sommer gemacht haben“, sagte Gonzalo Castro, der selbst als einer der Neuzugänge die Erwartungen bislang nicht erfüllen konnte.

Vielleicht zeigt sich anhand der Situation von Castro eines der derzeit größten Mankos des ambitionierten Traditionsclubs: Die vielversprechenden neuen Spieler helfen dem VfB bisher nicht. Die Ungeduld wird größer, je später positive Ergebnisse erzielt werden. dpa