Fußball

Fußball VfB-Trainer Tayfun Korkut beseitigt ein paar Zweifel

Erst einmal gut genug

Stuttgart.Zumindest die erste schwere Prüfung hat Tayfun Korkut schon mal bestanden. Sicher gibt es leichtere Zeiten, Trainer des VfB Stuttgart zu werden, als den Winter 2018, in dem sich die Schwaben mal wieder im Abstiegskampf befinden. Sicher hätten sich auch viele VfB-Fans einen anderen Trainer als Korkut gewünscht. Das 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach aber kann dem 43-Jährigen keiner mehr nehmen. Dank des wichtigen Erfolgs verschaffte sich der VfB ein wenig Luft im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga. Weil Korkut etwas Neues ausprobiert hatte.

Erstmals überhaupt ließ er Nationalstürmer Mario Gomez und Daniel Ginczek gemeinsam von Beginn an für den VfB auflaufen. Das Duo bedankte sich nach fünf Minuten mit einer gelungenen Kombination, die Ginczek zum Treffer des Tages nutzte. Nicht nur Korkut wirkte nach dem Match erleichtert, blendete das Verhalten der Zuschauer aber erneut aus. „Fokussiert aufs Spiel“ sei er gewesen. Das Drumherum interessierte ihn auch am Sonntag nicht.

Zur Hochform ließ er seine Mannschaft im heimischen Stadion zwar nicht auflaufen, doch drei Punkte sind drei Punkte. Kein Grund zum Jubeln, aber auch keiner zum Klagen. Ein Gut-Genug-Debüt, weil Korkut sein Team den Sieg mit aller Macht verteidigen ließ. Anstatt auf das 2:0 zu spielen, zog sich der VfB im Laufe des Spiels immer mehr zurück. Das war wenig ansehnlich und diese Strategie machte sich auch deswegen bezahlt, weil die Gladbacher enorm schwach auftraten.

Dennoch fand Kapitän Christian Gentner nach dem Spiel lobende Worte für den neuen Coach: „Es gilt, flexibel zu sein und sich dem Spiel anzupassen. Das sind Dinge, die Tayfun Korkut versucht hat, der Mannschaft in der Kürze der Zeit beizubringen.“ In der Tat ließ Korkut sein Team auch gegen Gladbach variabel auftreten. Gentner beispielsweise wechselte mehrfach im Mittelfeld die Positionen.

Ob Korkut sich gerade erst warmläuft und seine Stuttgarter bald zu neuen Höhen auflaufen, bleibt aber abzuwarten. Der starke Gegenwind scheint zumindest vorerst abzuflauen.