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Fußball Kölns Sportchef Heldt sieht eher die Profis in der Pflicht

FC-Trainer Gisdol vorerst sicher

Freiburg.Horst Heldt hatte die Vertrauensfrage erwartet. „Das ist ja klar“, sagte der Sportchef des 1. FC Köln einen Tag nach dem 0:5-Debakel beim SC Freiburg – über Trainer Markus Gisdol werde aber trotzdem nicht diskutiert. Zumindest vorerst. „Markus wird am Samstag auf der Bank sitzen“, sagte Heldt am Sonntag, er werde nicht „jeden Tag, jede Woche und nach jedem Ergebnis die Diskussion“ führen. Vielmehr ging der 51-Jährige die Mannschaft an: „Das ist nicht akzeptabel. So bleiben wir nicht in der Liga.“

Der Club könne vor der im Abstiegskampf wichtigen Partie gegen Hertha BSC nicht zur Tagesordnung übergehen. Diese Woche werde „eine andere sein“, kündigte Heldt an. Fest steht, dass es beim 1. FC Köln mal wieder eine Menge Gesprächsbedarf gibt und nach nun vier sieglosen Spielen ohne Tor eine Menge Arbeit für den Trainer.

Vier „Endspiele“ vor der Brust

Gisdol hatte am Samstag gefasst gewirkt. Auf die Frage, ob der Druck auf ihn zunehme, reagierte er ausweichend. „Das kommt immer darauf an, wie sehr man den Druck an sich heranlässt“, sagte der 51-Jährige. Gisdol war schon im November in die Kritik geraten, schien sich mit dem überraschenden 2:1 bei Borussia Dortmund aber befreit zu haben.

Nach dem nun komplett verpatzten Auftakt ins neue Jahr gewinnen die weiteren vier Spiele an Bedeutung: neben dem Heimspiel gegen Hertha BSC sind das die Auswärtspartien beim FC Schalke 04 und in Hoffenheim sowie ein Auftritt gegen Bielefeld. Es sind allesamt Konkurrenten im Abstiegskampf. Eine solch desolate Leistung wie gegen den SC wird sich Köln nicht erlauben dürfen. Einfach „alles“ müsse gegen Hertha besser werden, forderte FC-Profi Marius Wolf und schimpfte: „So gewinnst du kein einziges Spiel.“ 

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