Fußball

Fußball Sandhausen scheidet in erster Runde des DFB-Pokals mit 0:1 gegen Mönchengladbach aus / Spiel beginnt 45 Minuten später

Flaute nach dem Unwetter

Sandhausen.Erst ein schweres Gewitter mit wolkenbruchartigen Regenfällen, dann Late-Night-Fußball am Hardtwald: Das DFB-Pokalspiel zwischen dem SV Sandhausen und Borussia Mönchengladbach konnte am Freitagabend erst um 21.30 angepfiffen werden – 45 Minuten später als geplant. Den donnernden Applaus für den Sieger holte sich schließlich der klassenhöhere Gast aus dem Rheinland, der einen äußerst schmeichelhaften 1:0-Erfolg feierte. Denn der Zweitligist hatte vor knapp 14 000 Zuschauerinsgesamt mehr vom Spiel, eroberte sich deutlich mehr Chancen und belohnte sich – wie zuletzt im Ligaheimspiel gegen Osnabrück – nicht für seine beherzte Vorstellung

Die spannende Frage war, wer die lange Wartephase mit mehrfachen Warmmachversuchen besser weggesteckt haben würde. Die Fans beider Lager hatten sich die Stimmung nicht vermiesen lassen und sangen gemeinsam die Fetenhits aus dem Lautsprecher mit.

Zwei Änderungen

Trainer Uwe Koschinat nahm gegenüber dem Heimspiel gegen Osnabrück (0:1) zwei Änderungen vor: Denis Linsmayer ersetzte Ivan Paurevic im defensiven Mittelfeld und Robin Scheu begann anstelle von Mario Engels auf der linken Außenbahn. Gladbach schickte die erwartete Elf ins Rennen, also mit den Neuzugängen Stefan Lainer rechts hinten und Marcus Thuram in der Offensive. Und der Franzose sorgte in der 18. Minute per für den goldenen Treffer, als ihn die Sandhäuser Abwehr aus den Augen verloren hatte.

Enttäuschende Gladbacher

Im zweiten Spielabschnitt dominierten die Sandhäuser über weite Strecken und kamen zu einer Vielzahl von Möglichkeiten. Doch weder Diekmeier (50.) noch Scheu (52.), Förster (61./67.) oder Gislason gelang der Ausgleich. Am Ende jubelten die Gäste, die aber hinter den Erwartungen zurückblieben und vor allem im zweiten Spielabschnitt kaum zu Möglichkeiten kamen.

Lange durften die Fans des Zweitligisten auf die Überraschung hoffen. Während sich dem Bundesligisten herzlich wenig einfiel, hatten die Hardtwälder in der Schlussphase die größeren Kraftreserven – so schien es jedenfalls. Als der unsichere Yann Sommer den Ball aus den Händen verlor und nachgreifen musste, hatte der Favorit einen heiklen Moment zu überstehen.

In der vierminütigen Nachspielzeit wurde es noch einmal hitzig, die Spieler sagten sich einige passende Worte, von den Rängen flog der eine oder andere Bierbecher. Die Entscheidung gab es erst um 23.30 Uhr, als der Schiedsrichter abpfiff.