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Fußball SC Freiburg setzt auf starkes Torhüter-Duo

Flekkens Geduld zahlt sich jetzt aus

Archivartikel

Schruns.Die Fußstapfen, in die er tritt, sind groß. Nach zwei Jahren im Schatten des stark haltenden und mittlerweile zu Hertha BSC gewechselten Alexander Schwolow bereitet sich Mark Flekken (Bild oben) aktuell auf seine erste Saison als Stammkeeper des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg vor. „Ich habe ordentlich vorgelegt in der letzten Vorrunde, daran möchte ich anknüpfen und noch was obendrauf packen“, kündigt der 27-Jährige im Trainingslager des Sport-Clubs in Schruns (Österreich) selbstbewusst an.

In der Hinrunde der vergangenen Saison hatte er neun Liga-Spiele für den verletzten Schwolow bestritten. Als der wieder fit war, musste Flekken zurück auf die Bank. „Wenn man mal spielen durfte, juckt es in den Fingern und es ist schwierig, wieder einen Schritt nach hinten zu machen“, sagt der Niederländer über die für ihn „schwierige Zeit“.

Mit harter Arbeit angesteckt

Rückhalt aus der Familie und viele Gespräche mit Torwarttrainer Andreas Kronenberg hätten ihm dabei geholfen, geduldig zu bleiben. Klar war für Flekken, dass er seine Koffer gepackt hätte, wenn Schwolow den Verein diesen Sommer nicht verlassen hätte. „Ich bin glücklich darüber, dass ich jetzt da bin, wo ich hin wollte, jetzt heißt es für mich den nächsten Schritt zu machen und das Bestmögliche rauszuholen“, sagt er. Von der Professionalität seines Vorgängers habe er viel gelernt. „Und Schwolli hat gearbeitet wie ein Schwein, sehr positiv gemeint“, sagt Flekken: „Damit hat er mich angesteckt.“ Die Rückennummer eins hat Flekken von Schwolow nicht übernommen. Er wollte aus persönlichen Gründen, die er nicht verraten möchte, weiter die 26 behalten. Trotzdem ist er gesetzt für die kommende Saison.

Uphoff als gute Vertretung

Auch, wenn die eins jetzt auf dem Trikot von Neuzugang Benjamin Uphoff (Bild unten) steht, der vergangene Saison beim Zweitligisten Karlsruher SC alle 34 Ligaspiele absolvierte. Bei den Freiburgern sieht sich der Neue trotzdem als Backup. „Ich will den nächsten Schritt gehen und habe das mittel- und langfristige Ziel, mich in der Bundesliga zu beweisen“, sagt Uphoff. „Ich muss mich erst mal eingewöhnen, auch weil das Tempo ein ganz anderes sein wird.“ In den Gesprächen hätten ihm Sportdirektor Klemens Hartenbach und Torwarttrainer Kronenberg aufgezeigt, dass er bei den Breisgauern einen ähnlichen Weg gehen könnte wie Flekken.

So will Uphoff nun ebenfalls von der guten Freiburger Torwartschule profitieren. In der vergangenen Saison haben neben Schwolow und Flekken fünf weitere Torhüter in der Bundesliga gespielt, die schon mit Kronenberg zusammengearbeitet haben – unter anderem Neu-Nationalspieler Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim. dpa

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