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Fußball Breisgauer setzen Höhenflug mit viel Glück fort

Fortuna Freiburg

Leverkusen.Sportvorstand Jochen Saier wollte nach dem glücklichen Punkt erst einmal Lotto spielen gehen, Nationalstürmer Nils Petersen zählte derweil genüsslich und ein wenig ironisch die drei Gründe für den Freiburger Höhenflug auf. „Wir hatten heute den lieben Gott in der Tasche“, sagte Petersen nach dem 1:1 bei Bayer Leverkusen: „Wir haben eine echte Malocher-Mentalität. Und es macht Bock, die anderen zu ärgern und die Wundertüte der Liga zu sein.“

Die beschriebene Mischung aus Glück, Leidenschaft und genussvoll zelebrierter Spielverderber-Rolle sorgt im Paket für einen ungeahnten Höhenflug. Nach mehr als einem Drittel der Saison hat der von vielen als Abstiegskandidat eingestufte SC nur drei Zähler Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach.

Zwar waren die Breisgauer in Leverkusen am Samstag dermaßen unterlegen, dass Petersen anmerkte: „Ich habe selten im Fußball einen so glücklichen Punkt geholt.“ Gleichzeitig erklärte der Freiburger Erstliga-Rekordtorschütze aber: „Wir sind teilweise rumgetaumelt wie ein angeschlagener Boxer. Aber wir sind nicht umgefallen. Auch das ist auch eine neue Qualität.“ So sah es auch Trainer Christian Streich. „Ich war nicht zufrieden mit der Leistung. Aber ich war sehr zufrieden mit der Mentalität“, sagte er: „Wir laufen wie die Verrückten. Und kicken können wir auch. Wenn auch heute nicht so gut wie an anderen Tagen.“ Nach der frühen Führung durch Lucas Höler (5.) kam Leverkusen nur noch zum Ausgleich durch Moussa Diaby (36.). dpa