Fußball

Fußball Schalke enttäuscht beim 0:2 gegen Hertha auf ganzer Linie

Frustriert in die Pause

Archivartikel

Gelsenkirchen.Das Debüt von Nationalspieler Sebastian Rudy ist missglückt, der Fehlstart perfekt: Vize-Meister FC Schalke 04 hat auch das zweite Saisonspiel in der Fußball-Bundesliga verloren und geht mit einer gehörigen Portion Frust in die Länderspielpause. Die Königsblauen verloren gegen Hertha BSC durch zwei Tore von Rudys Sonderbewacher Ondrej Duda (15./90.+6) mit 0:2 (0:1), nachdem sie zum Auftakt eine 1:2-Niederlage in Wolfsburg kassiert hatten. Daniel Caligiuri schoss einen per Videobeweis zugesprochenen Handelfmeter neben das Tor (13.).

Der für 16 Millionen Euro von Meister FC Bayern München verpflichtete Rudy stand sechs Tage nach seinem Wechsel zwar sofort in der Startelf, gab dem Schalker Spiel aber keinerlei Impulse und wurde bereits in der 51. Minute ausgewechselt. Die Berliner feierten vor 60 181 Zuschauern den zweiten Saisonsieg und rückten auf Tabellenplatz drei vor. Hertha ist das einzige Team der Liga ohne Gegentor und beendete eine ganz schwarze Serie: Auf Schalke hatten die Hauptstädter zuletzt zehn Auswärtsspiele verloren.

Nach zerfahrener Anfangsphase bekam Schalke die Doppelchance zur Führung – und vergab zweimal kläglich. Nach einem Pass von Weston McKennie schoss der völlig freistehende Naldo den Ball in die Arme von Rune Jarstein. Da der Videobeweis ein Handspiel von Neuzugang Marko Grujic entlarvte, gab Schiedsrichter Sascha Stegemann Elfmeter, den Caligiuri vergab.

Nur wenige Sekunden später führte stattdessen die Hertha, als Salif Sané einen Schuss von Duda unhaltbar für Ralf Fährmann abfälschte. Der eingewechselte Dilrosun hatte die Vorlage gegeben und verdiente sich so nach neun Bundesliga-Minuten seinen ersten Scorer-Punkt.

Von Rudy war derweil so gut wie nichts zu sehen. Der Nationalspieler wurde von Duda gut zugestellt und hatte überhaupt keine Bindung zum Spiel. In der ersten Halbzeit hatten nur Torhüter Fährmann (13) und Mittelstürmer Mark Uth (9) weniger Ballkontakte als der 28-Jährige (14) – angesichts von dessen Position im zentralen defensiven Mittelfeld eine wirklich bemerkenswerte Statistik. Fünf Spielminuten und vier Ballkontakte später nahm Tedesco ihn vom Feld.

In der Nachspielzeit sah Jegeni Konopljanka die Rote Karte, als er den Berliner Dennis Jastrzembski bei einem Sololauf unsanft stoppte. Den Freistoß von der Strafraumgrenze verwandelte Duda. dpa