Fußball

Fußball Beim MSV Duisburg schlägt Lieberknecht voll ein

Fulminantes Comeback

Köln.Tröster, Heißmacher und Taktikfuchs: Knapp fünf Monate nach seinem tränenreichen Abschied aus Braunschweig hat sich Torsten Lieberknecht (Bild) eindrucksvoll in der 2. Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Bei seinem Einstand siegte der Trainer mit dem bisherigen Tabellenletzten MSV Duisburg 2:1 (1:1) beim 1. FC Köln – in rund einer Woche hatte er aus einem chronisch sieglosen Team einen Tabellenführer-Besieger geformt.

„Torsten geht die Aufgabe mit 110 Prozent Herzblut an“, sagte der sichtlich erleichterte Präsident Ingo Wald nach dem fast schon sensationellen Coup: „Wir sehen uns in unserer Entscheidung für ihn bestätigt. Ich glaube, dass ein Ruck durch die Mannschaft und das gesamte Umfeld gehen wird.“

Lieberknecht selbst hatte sich verbale Zurückhaltung auferlegt, sprach von einem „schönen ersten Schritt. Mehr nicht.“ Doch im Spiel war wieder der Lieberknecht zu sehen, den man aus überwiegend erfolgreichen Jahren in Braunschweig kannte. Er zeterte und lamentierte. Er haderte und fluchte. Der 45-Jährige feuerte an und jubelte. Und meldete damit nicht nur den MSV, sondern auch sich selbst zurück.

Schwierige Aufgabe

In den letzten Wochen in Braunschweig hatte der geborene Bad Dürkheimer noch ausgebrannt gewirkt. Nach dem unerwarteten Abstieg am 13. Mai hatte er hemmungslos geweint und von einer „völlig leeren Gefühlswelt“ gesprochen.

Die Aufgabe beim MSV, die der Ex-Profi des 1. FC Kaiserslautern, SV Waldhof und Mainz 05 am 1. Oktober als Nachfolger von Ilja Gruew antrat, ist eine schwierige. Nur zwei Punkte aus acht Partien hatten die Zebras geholt – nach nur einem Spiel unter Lieberknecht stehen sie nun nicht mal mehr auf einem direkten Abstiegsplatz. dpa