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Fußball Trotz Millionen-Offerte aus der Premier League

Gbamin muss in Mainz bleiben

Archivartikel

Bad Häring.Nach dem Millionentransfer von Abdou Diallo will Mainz 05 den Abgang eines weiteren Eckpfeilers unbedingt verhindern und Jean-Philippe Gbamin um jeden Preis halten. Einen Verkauf des 22 Jahre alten Mittelfeldspielers schloss Sport-Vorstand Rouven Schröder im Trainingslager der Mainzer im österreichischen Bad Häring quasi aus. „Er bleibt“, sagte Schröder und versicherte, dass auch ein hohes Millionenangebot daran nichts ändern werde. Das gab es nach seinen Worten vor ein paar Tagen schon, natürlich aus England.

„Das Angebot lag über dem für Abdou Diallo“, betonte der 42-Jährige. Gbamins eigentlich unverkäuflicher Landsmann war für 28 Millionen Euro zum Liga-Konkurrenten Borussia Dortmund gewechselt. Noch am Sonntag hatte Gbamin seine Wechselabsichten angedeutet und ein klares Bekenntnis zu den 05ern vermieden. „Der Transfermarkt ist noch nicht geschlossen, man wird sehen“, sagte der Franzose. Der vielseitig einsetzbare Defensiv-Allrounder würde viel lieber für viel mehr Geld in England statt in der Bundesliga kicken.

Dass der teure BVB-Zugang Diallo für gutes Geld gehen durfte und Gbamin zwingend gehalten werden soll, begründet Schröder mit der Situation im Kader. „Der Druck bei Abdou war nicht so groß. Wir hatten in Moussa Niakhaté vom FC Metz schon den Nachfolger im Blick“, erklärte Schröder und verwies darauf, dass die hohe Ablösesumme für die Umstrukturierung des Kaders wichtig sei. Die Mainzer müssen nur noch bis zum 9. August um Gbamin bangen, dann schließt für die Clubs auf der Insel das Transferfenster.

Neuer Chef im Mittelfeld

Schröder und Trainer Sandro Schwarz bauen auf den Sechser, der zum Chef im Mittelfeld aufsteigen soll. „Er ist eminent wichtig für uns. Er ist ein Führungsspieler. Fußballer seines Formats sind nicht viele auf dem Markt. Wir haben in der Geschichte das Heft in der Hand“, betonte der Sport-Vorstand und wies gleichzeitig auf die eigenen Erwartungen hin. „Wir spielen Bundesliga und wollen Erfolg haben.“

Dass ein Spieler wie Gbamin nach Höherem strebt, sei legitim. „Jetzt haben beide Seiten ihr Statement abgegeben, damit ist es auch gut. Man sollte keine Fronten aufbauen“, erklärte Schröder. Angebote könnten durchaus auch in den nächsten Tagen noch kommen, Chancen auf Realisation bestünden nicht. Manchester United und Liverpool sind Gbamins Favoriten auf der Insel. „Vielleicht kommt ein großartiges Angebot, das man nicht ausschlagen kann. Dann sieht die Situation anders aus“, hoffte der Franzose.