Fußball

Fußball Torwart Florian Müller überzeugt beim SC Freiburg als Stammkraft – jetzt geht es gegen seinen Heimatverein Mainz

Genau am richtigen Ort

Archivartikel

Freiburg.Grundsätzlich hatte sich Florian Müller die Tabellensituation in der Fußball-Bundesliga so ähnlich gewünscht, als er Mitte September vom FSV Mainz 05 zum SC Freiburg wechselte. „Sie sollen hinter uns bleiben, aber den Klassenerhalt schaffen“, sagt der 1,90 Meter große Torwart vor dem Heimspiel des Sport-Clubs gegen die Rheinhessen am Sonntag (15.30 Uhr/Sky). „Aber ich würde mir natürlich beide Mannschaften weiter oben wünschen.“

Während Freiburg vor dem 8. Spieltag Tabellen-14. ist, sind die Mainzer, bei denen Müller zunächst im Jugendinternat ausgebildet und dann zum Profi wurde, mit nur einem Punkt Letzter. Ein „bisschen komisch“ sei es schon, nun gegen die Jungs anzutreten, mit denen er sich zunächst auf die Saison vorbereitet hatte, ehe ihn Freiburg für ein Jahr auslieh. Dass er die Gegenspieler sehr gut kenne, sei aber nicht unbedingt ein Vorteil. „Denn sie kennen mich genauso gut“, erklärt Müller.

Unverhoffte Chance

Beim FSV war ihm kurz vor dem Saisonstart mitgeteilt worden, dass nicht er, sondern Konkurrent Robin Zentner die Nummer eins sein wird. Deshalb folgte der Schritt nach Freiburg, der für ihn genau der richtige war. Denn nach der schweren Armverletzung von Mark Flekken war dort plötzlich die Stelle des Stammkeepers zu besetzen.

„Es gibt nicht viele Vereine, die besser zu meinem Spiel gepasst hätten“, sagt er. „Vielleicht kann ich jetzt noch mehr zeigen, was ich gut kann.“ Mitzuspielen habe in Mainz jedenfalls nicht zum Anforderungsprofil eines Torwarts gehört. Das aber kann er – und überzeugt vom ersten Einsatz an mit guten Leistungen. Auch wenn Freiburg seit dem Auftaktsieg beim VfB Stuttgart vergeblich auf einen weiteren Drei-Punkte-Erfolg wartet und in sieben Spielen bereits 16 Gegentore kassiert hat, sieht sich Müller im Team von Trainer Christian Streich am richtigen Ort.

„Wir haben eine gute Kommunikation in der Mannschaft“, meint der Torhüter. In Mainz war die Stimmung dagegen zwischenzeitlich sehr schlecht. Müller ist froh darüber, dass er die dortigen Querelen Mitte September rund um die Mannschaft und Ex-Trainer Achim Beierlorzer nur noch aus der Ferne mitbekam. „Ich wollte da aber auch nicht zu viel nachfragen“, sagt er. Zwar hat er mit seinen ehemaligen Mitspielern weiterhin Kontakt, nach den Glückwünschen zu seinem 23. Geburtstag am vergangenen Freitag haben die Nachrichten vor dem direkten Duell aber abgenommen. Wenn seine beiden Vereine jetzt in einer brenzligen Tabellenkonstellation aufeinander treffen, rechnet Müller nicht mit vielen schönen Kombinationen. „Beide brauchen das Ergebnis, es wird sehr körperbetont und intensiv werden.“

Und nach erst zwei Punkten aus drei Heimspielen ist für ihn ganz klar: „Jetzt müssen wir zu Hause gewinnen, da gibt es keine Diskussionen.“ Auch wenn es gegen seinen Ausbildungsverein geht, bei dem er vor dem Wechsel sieben Jahre lang war – und dem er wünscht, die Abstiegszone bald zu verlassen. dpa

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