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Fußball Vor der Reise nach Leipzig ist Freiburgs Kult-Trainer voll des Lobes über seinen 22 Jahre jüngeren Kollegen

Generationen-Duell: Streich adelt Nagelsmann

Archivartikel

Freiburg.Christian Streich ist voll des Lobes für seinen jungen Kollegen. „Er ist jetzt schon einer der herausragenden Trainer, weil er das Spiel gut versteht und viel davon umsetzen kann“, sagte der Coach des SC Freiburg zwei Tage vor der Auswärtspartie bei RB Leipzig und Julian Nagelsmann (Samstag, 15.30 Uhr) am 7. Spieltag der Fußball-Bundesliga. In der Champions League habe er Nagelsmann und Leipzig am Mittwoch gegen Paris St. Germain (2:1) die Daumen gedrückt, erklärte Streich. „Wenn Leipzig gegen Paris spielt, bin ich für Leipzig.“ Dass der 33 Jahre alte Coach mit RB derzeit alle paar Tage antreten muss, sei „gut für ihn, weil er so viel Energie und Tatendrang hat“. Für den 55-jährigen Streich hingegen wäre das wohl nur schwer vorstellbar, da ihn schon die Belastung der Bundesliga manchmal auslaugt – wie die Niederlage am letzten Sonntag gegen Bayer Leverkusen (2:4).

Vor einem Aufeinandertreffen mit Nagelsmann, als dieser noch die TSG Hoffenheim betreute, sagte Streich einmal, dass es ihm „unmöglich“ erschienen wäre, als 30-Jähriger schon Bundesliga-Trainer zu sein. Zwar haben beide im Jugendbereich angefangen, aber Nagelsmann wurde bereits mit 28 Jahren zum Chefcoach bei der TSG befördert, Streich war 46, als er die Profis des Sport-Clubs übernahm und hat davor 16 Jahre lang dessen A-Jugend trainiert.

Am Samstag in Leipzig treffen der dienstälteste und der jüngste Coach der Liga nun schon zum neunten Mal aufeinander. Nagelsmann hat dabei mit drei Siegen (mit Hoffenheim) knapp die Nase vorn, Streich gewann zwei Spiele – beide im Schwarzwald-Stadion, einmal gegen Hoffenheim (Oktober 2017) und in der vergangenen Saison gegen Leipzig (Oktober 2019). „Die Bilanz letztes Jahr war herausragend, das hat man nicht oft“, erklärte Streich. Erst recht, weil er das Gefühl hat, dass Nagelsmanns Fußball „auch in Leipzig gut funktioniert“. dpa

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