Fußball

Fußball DFB verteidigt WM-Prämie für Frauen-Team

Geringere Erlöse

Berlin.Die deutschen Fußball-Spielerinnen bekommen für den WM-Titel 275 000 Euro weniger als die Männer. Nun hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die unterschiedlichen WM-Prämienzahlungen verteidigt. „Aktuell ist es so, dass mit der Frauen-Nationalmannschaft bei weitem nicht die Erlöse erzielt werden können, die im Männerfußball realisiert werden“, sagte DFB-Interimspräsident Rainer Koch am Freitag im ARD-Mittagsmagazin.

Man müsse mit den Frauen gemeinsam daran arbeiten, die Erlöse zu steigern, sagte Koch. „Man kann nur Gleiches gleich behandeln.“ Mehr Geld an die Frauen könne nicht gezahlt werden, denn: „Als gemeinnütziger Verband darf der DFB wirtschaftliche Geschäftsbetriebe mitunterhalten, diese Geschäftsbetriebe müssen selbst im Plus landen.“

Frauen-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg sieht es ähnlich, sagte der „Bild“: „Wir generieren nicht die Gelder, also können wir sie auch nicht in der gleichen Höhe fordern. Ungerecht sind Gehälter dort, wo Männer und Frauen sich auf der gleichen Ebene bewegen und die Arbeitsbedingungen gleich sind.“

Bei der Weltmeisterschaft in Frankreich erhalten die Nationalspielerinnen im Falle eines WM-Sieges eine Prämie in Höhe von je 75 000 Euro. dpa