Fußball

Fußball Nationalspieler nicht im Kader von Manchester City

Gerüchte um Denkzettel für Sané

Archivartikel

Manchester.Obwohl Leroy Sané bei Manchester Citys mühevollem 2:1-Sieg gegen Newcastle United nicht dabei war, stand der deutsche Nationalspieler beim englischen Fußballmeister im Mittelpunkt. Oder besser: weil er nicht dabei war. Trainer Pep Guardiola versuchte, die Spekulationen zu dementieren. „Ich bin absolut zufrieden mit seiner Einstellung“, sagte er. Richtig überzeugend klang er nicht.

Das Sportportal „Goal“ hatte zuvor berichtet, Guardiola und sein Trainerteam seien unglücklich über Sanés Arbeitseinstellung, und sich dabei auf nicht näher genannte Quellen aus dem direkten Umfeld des City-Trainers berufen. Von mangelnder Konzentration des 22-Jährigen, der in dieser Saison noch keinen Startelfeinsatz hatte, war die Rede.

Guardiola reagierte ausweichend und zog einen kuriosen Vergleich. „Im letzten Spiel war Phil Foden nicht im Kader“, sagte er. „Ich war genauso traurig über Phil, wie ich jetzt über Leroy bin.“ Seine Trauer dürfte sich demnach in Grenzen halten. Denn Youngster Foden kam im letzten halben Jahr in gerade mal sechs Liga-Spielen zum Einsatz, durfte in dieser Saison ganze acht Minuten ran und ist – anders als Sané – weit vom Status eines Stammspielers entfernt.

Sané sah von der Tribüne zusammen mit seinem verletzten Teamkollegen Kevin De Bryune, wie sich Manchester City dank zweier englischen Nationalspieler den Sieg hart erkämpfte. Nach der frühen Führung durch Raheem Sterling (8. Minute) und dem Ausgleich für Newcastle United durch DeAndre Yedlin (30.) entschied Abwehrspieler Kyle Walker (52.) die Partie mit einem traumhaften Distanzschuss für den Meister.

Klopp siegt erneut

Einen ähnlichen Denkzettel hatte Sané im Sommer bekommen, als Bundestrainer Joachim Löw ihn überraschend aus dem WM-Kader strich. Für die anstehenden Länderspiele gegen Frankreich am Donnerstag und anschließend gegen Peru nominierte er den Angreifer wieder.

In Liverpool stand nach dem knappen 2:1 (2:0)-Sieg bei Leicester City mal wieder der Torwart im Mittelpunkt. Dabei schien nach den Treffern von Sadio Mané (10.) und Roberto Firmino (45.) eigentlich alles klar. Aber Keeper Alisson, im Sommer für 75 Millionen Euro von der AS Rom geholt, leistete sich einen groben Patzer, verlor nach einem missglückten Rückpass den Ball und leitete so das erste Gegentor der Saison für Liverpool ein. dpa