Fußball

Fußball 1:0-Sieg in Bielefeld soll die Wende zum Guten einleiten

Gladbach bekommt vor wichtigen Wochen die Kurve

Archivartikel

Bielefeld.Auf Max Eberl konnte Marco Rose zumindest diesmal noch entspannt verzichten. So sehr der Sportchef von Borussia Mönchengladbach seinem Chefcoach als Unterstützer, Ratgeber und Gesprächspartner fehlen wird – das Ende der Gladbacher Sieglos-Serie zum Beginn von Eberls ungewöhnlicher Auszeit im Januar überstrahlte dessen Fehlen locker. „Wenn es so weitergeht, kann der Max sich auch noch ein paar Tage ausruhen“, frotzelte Rose nach dem 1:0 (0:0) am Samstag bei Arminia Bielefeld.

Der Start ins neue Jahr ist geglückt für die Borussia, auch ohne Eberl. „Max hat geschrieben“, berichtete Gladbachs Coach Rose. „Er hat zu einem sehr guten Auswärtsspiel gratuliert. Wo er geschaut hat, weiß ich nicht.“ Ob daheim am Niederrhein oder in der geliebten Bergwelt Bayerns – Eberl wird vor allem Rose natürlich in den kommenden Wochen fehlen. Nach dem geglückten Jahresstart warten richtungsweisende Wochen auf den Champions-League-Achtelfinalisten.

„Wir wollen uns mit den Besten messen. Und wir müssen uns auch da sicher nicht verstecken“, sagte Nationalspieler Florian Neuhaus vor dem Hit gegen den FC Bayern am Freitag. Im Januar ohne Sportchef muss Rose Gladbach zudem bei den Überraschungsteams VfB Stuttgart und Union Berlin sowie gegen Bremen wieder auf Champions-League-Kurs bekommen. Nach vier sieglosen Liga-Spielen Ende 2020 hinken die Borussen mit 21 Punkten aus 14 Spielen als Tabellensiebter den Ansprüchen hinterher. Zum selben Zeitpunkt der Vorsaison war das Rose-Team mit zehn Punkten mehr Spitzenreiter.

Alleine steht Rose zudem in knapp drei Wochen da, wenn es zum Prestigeduell mit Borussia Dortmund und all seinen Begleitumständen kommt. Der BVB soll an Rose für die neue Saison interessiert sein. Der aktuelle Gladbach-Trainer soll dem Vernehmen nach angesichts einer Ausstiegsklausel zaudern, was er machen soll. Das rund um das Spiel wieder neu aufkommende Thema wird er alleine kommentieren, moderieren und vor allem vor seinem Team verkaufen müssen. „Er fehlt“, bekannte Rose bei Sky angesichts Eberls Auszeit. „Aber wir werden das trotzdem hinbekommen. Er hat sich das verdient.“ Hinzubekommen hat Rose tatsächlich einiges, denn auch auf dem Platz wartet noch Arbeit.

So dominant und überzeugend Gladbachs Auftritt in Bielefeld war – der Sieg hätte deutlich höher ausfallen müssen. Alleine Breel Embolo hätte vor seinem Siegtor (58.) das Spiel schon in der ersten Halbzeit entscheiden müssen. „Natürlich hätten wir drei, vier Tore erzielen können. Aber die machen wir zu Zeit nicht. Irgendwann werden Phasen kommen, wo die Bälle wieder leichter reinfallen. Im Moment ist es wichtig, dass wir uns das Spielglück erarbeiten“, sagte Rose. 

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