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Fußball Harte Zeiten auch unter dem neuen BVB-Trainer Favre

Götze bleibt außen vor

Archivartikel

Hannover.Trotz als Frustbewältigung: Als Reaktion auf seine neue Rolle als Bankdrücker bei Borussia Dortmund hatte Mario Götze reichlich Symbolik für seine Fans parat. 8,7 Millionen Follower im sozialen Netzwerk Instagram konnten am Wochenende sehen, dass es für den einstigen Fußball-Liebling der Nation nun nur noch bergauf gehen soll.

Zurück in Dortmund nach dem frustrierenden 0:0 des BVB bei Hannover 96 am Freitag sprintete Götze Treppen hinauf und verbreitete die Symbolbilder im Netz; dazu eine stolze Botschaft an den sechs Jahre jüngeren Bruder Felix, der beim 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag sein erstes Bundesligaspiel für den FC Augsburg machte.

Kein Platz in der BVB-Elf

Der Siegtorschütze des WM-Endspiels von 2014 hingegen darf nicht spielen. Götze saß zum zweiten Mal im zweiten Spiel der Saison unter dem neuen Dortmunder Coach Lucien Favre 90 Minuten nur auf der Bank. Beim furiosen 4:1 gegen Leipzig zum Saisonstart fiel das noch kaum ins Gewicht. Am Freitag jedoch schien das biedere Spiel der Westfalen nach einem Kreativspieler zu schreien. Favre sah das anders.

Götze hat seit 2014 harte Zeiten inklusive einer langwierigen Stoffwechselerkrankung und öffentlicher Maßregelung von Trainern und Offiziellen hinter sich. Zweimal hintereinander verletzungsfrei 90 Minuten nur auf der Bank zu sitzen, erlebte aber auch er nun zum ersten Mal. Dabei dürfte der 26-Jährige Hoffnungen mit der Verpflichtung von Favre als Trainer verbunden haben. Der 60 Jahre alte Schweizer Coach trieb bei seinen bisherigen Stationen vor allem seine Künstler im Team stets zu Höchstleistungen.

Das, was Favre zu Götzes Situation zu sagen hatte, müsste den Offensivspieler beunruhigen. Im Prinzip lässt es sich auf eine lapidare Formel reduzieren: „So ist das.“ Viel mehr hatte Favre nicht zu sagen. dpa