Fußball

Fußball Bewerberin sieht keine Chance auf DFB-Amt

Groth „will provozieren“

Berlin.Überraschungsbewerberin Ute Groth macht sich selbst keine Hoffnungen auf eine Wahl zur ersten DFB-Präsidentin. „Ich gehe nicht davon aus, dass ich eine Chance habe, gewählt zu werden. Aber es wird öffentlich über das Amt geredet, und ich habe den Eindruck, dass zumindest mal darüber nachgedacht wird, wie das Amt vergeben wird“, sagte die 60-Jährige in einem „Sportbuzzer“-Interview.

„Ich will vor allem ein bisschen provozieren und eine gesunde Diskussion anregen“, meinte die Amateurvereins-Chefin aus Düsseldorf. „Wenn meine Bewerbung zu dem Ergebnis führt, dass sich beim Verband etwas ändert nach den vergangenen zehn Jahren, dann bin ich zufrieden.“ Wenn es „so weitergeht, wird der Fußball irgendwann uninteressant für den Zuschauer“, warnte Groth.

Nach ihrer Bewerbung Anfang April habe sich der Deutsche Fußball-Bund gemeldet. „Ich habe eine schriftliche Rückmeldung bekommen, in der mir für die Bewerbung gedankt wurde mit dem Hinweis, dass sie an das Personalberatungsunternehmen Egon Zehnder weitergeleitet wurde, das nun eine qualifizierte Person suchen soll“, so Groth. „Ich glaube, der DFB kommt nicht mehr damit durch, einfach eine Person hinzustellen und zu sagen: „Das wird der neue Präsident.“ dpa