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Fußball SVW-Gegner trennt sich von Trainer Atalan

Halle reagiert auf Talfahrt

Archivartikel

Mannheim/Halle.In der Hinrunde zählte der Hallesche FC noch zu den Aufstiegsfavoriten und ließ auch den SV Waldhof spüren, mit welcher Effektivität der Club aus Sachsen-Anhalt agieren kann. 0:4 (0:2) hieß es am 19. Oktober, wobei der SVW nicht so schlecht war, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Doch die Hallenser nutzten jede Chance eiskalt aus und nahmen die Punkte verdient mit. Acht Monate später sieht die Welt in der 3. Liga nun aber ganz anders aus: Spätestens nach der Corona-Pause brachte Halle überhaupt kein Bein mehr auf den Boden, verlor gegen direkte Konkurrenten im hinteren Tabellendrittel und taumelte inzwischen auf einen Abstiegsplatz, was die im Profi-Fußball bekannten Automatismen in Gang setzte. Am Montag trennte sich der HFC von Trainer Ismail Atalan (Bild), der den kriselnden Club erst im Februar von Torsten Ziegner übernommen hatte, in fünf Spielen aber nur einen einzigen Punkt holte. Nachfolger ist Florian Schnorrenberg, bis Mai 2019 Coach bei der SG Sonnenhof Großaspach.

Für den SV Waldhof war das keine gute Nachricht, denn was den Tabellenzweiten am Dienstagabend (20.30 Uhr) erwarten wird, ist damit noch unsicherer als zuvor. Auch für SVW-Trainer Bernhard Trares ist die Talfahrt des nächsten Gegners ein Rätsel. „Halle hat eine fantastische Vorrunde gespielt. Ich kann nicht verstehen, warum sie so eingebrochen sind. Wir werden jetzt versuchen, diese Dinge herauszufinden und schauen, wie wir sie schlagen können“, sagt der Coach mit Blick auf die kurze Vorbereitungszeit.

„Das wird richtig körperlich“

Sicher dürfte jedenfalls sein, dass Halle die Partie nach den aktuellen Entwicklungen mit einer Extra-Portion Motivation angehen wird. „Wir müssen den Kampf annehmen, den es da geben wird“, macht sich SVW-Verteidiger Michael Schultz keine Illusionen. „Das wird richtig körperlich“, erwartet Schultz die entsprechende Gegenwehr, sieht sich und seine Teamkollegen aber gerüstet. „Wir haben uns auch weiterentwickelt und sind reifer geworden“, sagt der Pfälzer, der dem Gegner trotz der „brutal schlechten Serie“ eine enorme Qualität attestiert.

Mittelfeldspieler Gianluca Korte, Doppeltorschütze beim jüngsten 2:1-Erfolg gegen Köln, sieht das ganz ähnlich. „In Halle erwarte ich ein schweres Spiel. Wie der HFC als Team auftreten kann, haben wir im Hinspiel erfahren“, erinnert sich der 29-Jährige nur ungern. „Deshalb ist es wichtig, die kurze Pause so zu nutzen, damit wir wieder die nötige Frische reinkriegen“, hofft Korte auf etwas Zählbares beim angeschlagenen Ost-Club.

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